„Der dunkle Ort“ – Ausstellung demnächst in Pforzheim

6. August 2013

Ab dem 25. September 2013 wird die Ausstellung „Der dunkle Ort“ in Pforzheim zu sehen sein.  Die Ausstellung beleuchtet die Zustände im Frauenzuchthaus Hoheneck und zeigt anhand von 25 unterschiedlichen Lebensgeschichten exemplarisch, wie es Frauen in diesem Gefängnis ergangen ist. 25 ehemalige, aus politischen Gründen Inhaftierte haben sich dem Fotografen Dirk von Nayhauß und der Autorin Maggie Riepl anvertraut, die zum Thema auch ein Buch („Der dunkle Ort“) veröffentlicht haben.

Alle Interessenten & ehemaligen Hoheneckerinnen sind herzlich eingeladen!

Organsiert wird die Ausstellung von der Stiftung ‚Lernort Demokratie – das DDR-Museum Pforzheim‘. Frau Kipfer, die Vorstandsvorsitzende des Stiftungsbeirates hat diese Ausstellung nach Pforzheim geholt.
Weitere Informationen hier:
Flyer S. 1
Flyer S. 2
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DDR-Regimegegner erhalten Verdienstorden

23. November 2009

Der mdr Thüringen berichtete am 16.11.2009:

Bundespräsident Horst Köhler hat am Montag zwölf Gegner des SED-Regimes der DDR mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Er übergab die Auszeichnung in seinem Berliner Amtssitz Schloss Bellevue. Aus der Geschichte der DDR lasse sich lernen, „was Mut bedeutet und Zivilcourage, die in einer Diktatur noch viel mehr erfordert als in einem Rechtsstaat“, sagte Köhler bei der Zeremonie. Dass DDR-Bürger trotz des Risikos jahrelanger Haft für ihre Rechte und ihre Freiheit gekämpft hätten, „verdient unsere Hochachtung“.

Unter den geehrten Männern und Frauen sind auch zwei Thüringer: Oberpfarrer Roland Geipel und Bertold Dücker, der frühere Chefredakteur der „Südthüringer Zeitung“. Geipel hatte in der DDR Andersdenkende unterstützt und seine Kirche für Friedens- und Umweltgruppen geöffnet. Nach der Wende baute er in Gera mit anderen eine Gedenk- und Begegnungsstätte auf. Dücker wurde für sein Engagement für den Erhalt des einstigen US-Camps Point Alpha geehrt, das unter seiner Initiative zu einer Gedenkstätte ausgebaut wurde. Außerdem begründete Dücker den „Point Alpha-Preis“.

Neben den beiden Thüringern wurden zehn weitere Frauen und Männer von Bundespräsident Köhler ausgezeichnet – für ihren Mut, in der DDR trotz hohen persönlichen Risikos für Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit eingetreten zu sein sowie dafür, sich nach der Wende um die Aufarbeitung der SED-Diktatur gekümmert zu haben. Köhler sagte, jeder der Geehrten „verdient unsere Hochachtung“.

Quelle: mdr