Torturen, die das ganze Leben prägen

11. November 2013

Ihr neues Buch „Wo sind die Toten von Hoheneck?“ hat Ellen Thiemann kürzlich in der Kreisvolkshochschule Hildburghausen vorgestellt. Lebendig und nachvollziehbar berichtete die Journalistin von den Torturen, die viele Frauen im berüchtigten Frauengefängnis Hoheneck versehrt haben.

Quelle: FW, 11. 11.2013. Ganzer Artikel hier


Ausstellung im Rathaus der Stadt Pforzheim

27. September 2013

Portraits von Frauen, die unter unwürdigen Bedingungen über Jahre im berüchtigten DDR-Frauengefängnis Hoheneck eingesperrt waren, sind derzeit im Rathaus Pforzheim zu sehen. Die Ausstellung ist ein weiterer Zwischenstop der Wanderausstellung, die anlässlich der Veröffentlichung des Buches „Hoheneck – Ein dunkler Ort“ von Maggie Riepl & Dirk von Nayhauss durch  Deutschland reist und an verschiedenen Orten zu sehen ist.

Artikel: Pforzheimer Kurier, 27. September 2013


Tag des offenen Denkmals: Hoheneck lässt Besucher schaudern

9. September 2013

Hunderte Besucher strömen am Tag des offenen Denkmals in die ehemalige Frauenhaftanstalt. Die Veranstalter haben mit deutlich weniger Andrang gerechnet und müssen improvisieren.

Stollberg. Der Putz bröckelt von den Wänden, der Fußboden gammelt vor sich hin und in den Nasszellen macht sich ungebremst der Schimmel breit. Kurzum: Das Gebäude ist dem Verfall ausgeliefert. Trotz alledem hat der Bau weitaus düsterere Zeiten erlebt. Unter anderem als Frauenhaftanstalt zu DDR-Zeiten. Eines ist in Hoheneck jedoch noch intakt: Die beklemmende Aura des ehemaligen Zuchthauses.

Mehr lesen: Freie Presse, 9.9.2013 (Björn Josten)


Hoheneck kann auf Förderung als Gedenkstätte hoffen

17. März 2012

Ehemaliges Frauengefängnis steht im Entwurf des neuen Gedenkstättengesetzes Sachsens

Stollberg. Am Freitag wird in Dresden der Entwurf des neuen sächsischen Gedenkstätten-Stiftungsgesetzes vorgestellt. Für Stollberg ist das ein guter Tag. Denn erstmals steht das einstige Frauengefängnis Hoheneck mit in der Liste der Gedenkstätten, die institutionell gefördert werden können.

Institutionelle Förderung heißt, dass die gesamte Einrichtung finanziell unterstützt wird. Wer nicht im Gesetz auftaucht, kann allenfalls eine Förderung für einzelne Projekte beantragen. „Wir freuen uns, dass Hoheneck im Entwurf steht. Das ist der erste Schritt hin zu finanzieller Unterstützung“, sagt Stollbergs Hauptamtsleiter Reiner Kunz.

Neben Hoheneck stehen noch fünf weitere Gedenkstätten neu in der Liste, darunter die ehemalige zentrale Hinrichtungsstätte der DDR in Leipzig, das frühere Konzentrationslager Sachsenburg bei Frankenberg und die Gedenkstätte zu Ehren der Euthanasieopfer in Großschweidnitz. Das Gefängnis auf dem Chemnitzer Kaßberg, eine Drehscheibe des Freikaufs politischer Häftlinge aus der DDR, steht dagegen nicht darauf.

Die Erwähnung im Entwurf bedeutet für Hoheneck aber nicht zwingend eine Förderung. „Das ist kein Automatismus“, sagt Siegfried Reiprich, Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Zunächst müssten ein tragfähiges Konzept und eine gesicherte Gesamtfinanzierung vorgelegt werden. Das Konzept setze auch einen leistungsfähigen Trägerverein voraus, heißt es im Gesetzentwurf, der von CDU, FDP, SPD und Bündnis 90/Grüne unterstützt wird..

Die Verhandlungen über ein breites Bündnis von Stadt, Frauenkreis der Hoheneckerinnen, Investor und weiteren Partnern laufen bereits. „Es wird beabsichtigt, einen neuen Förderverein zu gründen“, sagt Kunz. Einzelheiten könnten aber noch nicht mitgeteilt werden.

Im September des vergangenen Jahres war bereits ein erstes Konzept für die weitere Nutzung von Schloss Hoheneck vorgelegt worden. Dieses sieht eine Mischnutzung mit Gedenkstätte, Übernachtung und Freizeittreff vor. Damit würde auch den Interessen des saarländischen Schlosseigentümers Bernhard Freiberger Rechnung getragen. „In Hoheneck herrscht eine besondere Situation. Gegen die Interessen des Investors geht nichts“, sagt Stiftungs-Geschäftsführer Reiprich.

Auch der Förderverein Begegnungs- und Gedenkstätte Hoheneck hat Ende vergangenen Jahres ein Konzept vorgestellt. „Den Gesetzentwurf sehen wir als Fortschritt“, sagt die Vorsitzende und ehemalige Hoheneck-Insassin Tatjana Sterneberg.

Quelle: FREIE PRESSE / Sascha Wittich, 15.3.2012


Buchpremiere & Eröffnung der Ausstellung

15. März 2012

Leider ein wenig verspätet, aber ich wollte noch kurz von der Buchpremiere am 1.3.2012 in Berlin berichten bzw. einige Fotos posten…

Die Veranstaltung in der Heinrich-Böll-Stiftung war gut besucht. Es waren viele ehemalige politische Gefangene vor Ort, ferner Journalisten, Historiker und auch Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasiunterlagen, habe ich im Publikum gesehen. – Zunächst gab es diverse einführende Worte vom Verlag, von der Heinrich-Böll-Stiftung und von der Stiftung Aufarbeitung. Anschliessend führte eine Moderatorin durch eine Podiumsdiskussion, bei der zwei ehemalige Hoheneckerinnen – Ellen Thiemann und Catharina Mäge – sowie die Buchautoren Dirk von Nayhauß und Maggie Riepl zu verschiedenen Themen befragt  wurden.

Das vorgestellte Buch ist ein eindrucksvoller Bildband, der 25 Schicksale beschreibt: 25 Frauen, die alle zu verschiedenen Zeiten in Hoheneck inhaftiert waren, berichten in eigenen Worten über ihre Haftzeit im berüchtigten Frauenzuchthaus. Zusätzlich zu den Berichten gibt es beeindruckende Haftdokumente und exzellente Portraitfotos von Dirk von Nayhauss.

Nach der Buchvorstellung wurde dann die Ausstellung im Untergeschoss des Stiftungsgebäudes eröffnet, die ausreichend Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen bot, denn ca. 16 der 25 portraitierten Frauen waren an diesem Abend anwesend und gaben bereitwillig Auskunft.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann auf Anfrage in anderen Städten gezeigt werden. In Berlin ist sie noch bis zum 4. April 2012 zu besichtigen.

Viele der im Buch portraitierten Frauen waren an diesem Abend nach Berlin gekommen

Ehemalige Hoheneckerinnen...

Ausstellung in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin

Als Wanderausstellung konzipiert, wäre es wichtig, dass diese Ausstellung auch in anderen Bundesländern gezeigt wird. Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben schon Interesse bekundet...


Buch

27. Februar 2012


Der dunkle Ort – Das Frauengefängnis Hoheneck

25. Februar 2012

„Bautzen kennt jeder, in der dortigen Justizvollzugsanstalt saßen die Männer ein. Die wenigsten aber wissen, dass es in der DDR auch ein Frauengefängnis mit ähnlich brutalen Zuständen gab: die Strafvollzugsanstalt Hoheneck im sächsischen Stollberg. Eine Burg mit hohen Mauern, Stacheldraht und Elektrozäunen. Hier saßen nicht nur Kriminelle, sondern auch Regimegegnerinnen und Republikflüchtige. Die Gefangenen litten unter Kälte, minderwertigem Essen und dem brutalen Wachpersonal. In drei Schichten wurde Tag und Nacht in den Gefängnisbetrieben gearbeitet. 1961 kamen immer mehr Republikflüchtlinge. In den 1970er Jahren saßen zeitweise über 1.600 Frauen in dem hoffnungslos überbelegten Zuchthaus. Die Opfer des SED-Regimes werden öffentlich kaum wahrgenommen. Doch Leidtragende einer Diktatur dürfen nicht vergessen werden.“

Am 1. März ab 18 Uhr stellen die Journalisten Maggie Riepl und Dirk von Nayhauß ihr Buch – und das Ausstellungsprojekt – in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin vor. Interessenten sind willkommen. Der Eintritt ist frei

Weitere Infos auf der Seite des Verlages: Bebra Verlag