SCHICKSALE

Hoheneck 2003Seit meiner Entlassung aus der Haft vor nunmehr knapp 25 Jahren hat sich bei mir viel Material über Hoheneck angesammelt – vor allem Artikel, die in Zeitungen und Zeitschriften erschienen, aber auch TV-Dokumentationen, Fotos usw. Besonders berührt haben mich dabei immer wieder die individuellen Schicksalsberichte der Frauen, die wie ich als politische Gefangene durch die Hölle Hoheneck gehen mussten. Einige dieser Berichte und Artikel möchte ich hier zugänglich machen. Sie sind Zeugnis dafür, dass es in der DDR auch Menschen gab, die sich der Diktatur nicht stillschweigend untergeordnet haben, sondern die durch Zivilcourage und mit viel Mut große persönliche Opfer brachten, um ein Leben in Demokratie und Freiheit leben zu können.

Blick aus dem Fenster

HEIDRUN BREUER

Heidrun Breuer war 18 Monate lang in Hoheneck inhaftiert. Die DDR-Bürgerin, die heute in Bergisch-Gladbach lebt, hatte lediglich einen Ausreiseantrag gestellt und wurde deshalb verhaftet. mehr

EDELTRAUT ECKERT

Als sie erfuhr, dass die KZ mit deutschen Gefangenen nach dem Krieg weitergeführt wurden, verteilte sie mit drei Freunden Flugblätter. Sie war 20 Jahre jung, als sie 1950 zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde und sich im Strafvollzug Waldheim wiederfand, mitten unter den Gefangenen, für die sie eben noch eingetreten war. Im März 1954 wurde sie nach Hoheneck verlegt, wo sie nach fünf Jahren schlauchender Gefangenschaft einen tödlichen Arbeitsunfall hatte. mehr

HEIDE-LORE FRITSCH

22 Monate saß Heide-Lore Fritsch in DDR-Haft, verurteilt zu drei Jahren wegen versuchter Flucht. Dann hieß es plötzlich „Sachen packen!“ Die Bundesregierung hatte sie freigekauft. mehr

JUTTA GALLUS

Jutta Fleck, damals Jutta Gallus, ist in den 80er Jahren weltberühmt. Mit ihren Aktionen als „Frau vom Checkpoint Charlie“ sorgt ihr Schicksal in vielen Ländern für Schlagzeilen. Sie demonstriert und hungert für die Rückgabe ihrer Kinder am Berliner Grenzübergang Checkpoint Charlie. Auf ihrem Plakat war zu lesen: „Gebt mir meine Kinder zurück!“ mehr

ELISABETH GRAUL

Schon lange vor dem 17. Juni probten DDR-Bürger den Aufstand. Elisabeth Graul wurde 1951 vom Staatssicherheitsdienst verhaftet und verbrachte elf Jahre im Zuchthaus. Nun ist ihr eine Heldenrolle zugedacht, als Siegerin der Geschichte. Ist sie das wirklich? mehr

KONSTANZE HELBER

Die Vergangenheit lässt sich nicht abschütteln. Als Konstanze Helber, freigekauft aus DDR-Haft, auf die Terrasse ihrer neuen Rottenburger Heimat trat, blickte sie auf die wuchtige Front des Gefängnisses. es ragt auf wie das DDR-Frauengefängnis Hoheneck. mehr

ANGELIKA KANITZ

„Können sich Opfer des DDR-Regimes aussöhnen mit Tätern? Im Frauengefängnis Hoheneck wurden politische Häftlinge schlechter behandelt als Mörderinnen. Wegen eines Flugblatts wurde Angelika Kanitz weggesperrt – bis heute fühlt sie sich in Haft.“ mehr

KARIN KERSTEN

Die Geschichte der Karin Kersten, einer mutigen Ehefrau und Mutter, die in einem DDR-Gefängnis gebrochen wurde. Sie war von der Stasi verfolgt worden, weil sie für die Ausreise ihrer Familie kämpfte. mehr

ANNE KLAR

Fast 18 Monate lang hatte man Anne Klar eingesperrt, weil sie es als ihr „legitimes Recht ansah, einer Diktatur zu entfliehen“. Kaum war die Mauer gefallen, traf sie in West-Berlin ihre einstigen Peiniger: Stasi-Spitzel, Gefängnisaufseher, Parteifunktionäre. „Mir wurde schlecht, ich konnte die nicht ansehen“, erinnert sie sich. mehr

GISELA MAURITZ

1970 kam ihr Sohn Alexander zur Welt; Gisela Mauritz entschied sich, den Vater nicht zu heiraten und das Kind allein großzuziehen. Freunden aus der Greifswalder Zeit gelang 1973 mit einem Fluchthilfeunternehmen der Weg in die Bundesrepublik. mehr

EVA-MARIA NEUMANN

„Bei geschlossener Tür geht in einigen Zellen das Licht aus. Dann ist es stockdunkel, kein Lichtstrahl dringt in die Finsternis. Dunkelzellen nennt man diese Löcher, die an mittelalterliche Kerker erinnern. Die Gefangenen hier unten sind zum Teil an das Gitter ihrer Zelle gekettet.“ mehr

MANUELA POLASZCZYK

„Manuela Polaszczyk hat nur ein Wort, das auf das DDR-Frauengefängnis Hoheneck passt. `Hölle. Man ist in der Hölle.` 15 Monate saß sie dort, in der 700 Jahre alten Burg im Erzgebirge, die schon vor DDR-Zeiten aufgrund ihrer katastrophalen Zustände berüchtigt war.“ mehr

CARMEN ROHRBACH

Sie träumte von tropischen Fischen und Korallenriffen, Dschungeln und Steppen. Schon als Jugendliche wollte sie an Expeditionen teilnehmen, hatte eine Sehnsucht nach der Ferne. Doch Carmen Rohrbach wuchs in Bischofswerda auf. „Meine Eltern haben mich immer belächelt, wir lebten ja in der DDR“, erinnert sich Carmen Rohrbach heute. mehr

MARIA SCHICKER

Eine filmreife deutsche Karriere: Die Freiheit ihrer Gedanken wurde der DDR-Bürgerin Maria Schicker zum Verhängnis. Man sperrte sie wegen illegaler politischer Aktivität ins Stasi-Gefängnis, machte sie mundtot. Inzwischen hat die aus Thüringen stammende Frau ihren Mut zum Ausdruck wiedergefunden – als Kostümbildnerin und Malerin in Hollywood. mehr

ELKE SCHLEGEL

„Mitkommen!“ brüllte der ranghöchste Stasi-Offizier in der Eingangstür und stürmte 5:45 Uhr an mir und meinem Freund vorbei in unsere Wohnung. Plötzloich standen fünf Männer und eine Frau vor uns. Sie in Uniform, wir im Morgenmantel. Ihre Blicke klagen an, ihre Sprache ist eisig. „Klärung eines Sachverhalts“ hiess es. mehr

EDDA SCHÖNHERZ

Geboren 1944 in Berlin. Sie war eine bekannte Moderatorin des DDR- Fernsehens. Ihre Meinungen standen oft im Widerspruch zu den politischen und gesellschaftlichen Auffassungen. Sie wollte ihren Beruf als Journalistin frei und unzensiert ausüben können. Sie erkundigte sich nach Ausreisemöglichkeiten aus der DDR und wurde daraufhin 1974 verhaftet. Erst zwei Jahre nach ihrer Freilassung durfte sie mit ihren zwei Kindern nach München ziehen, wo sie wieder eine Arbeit beim Fernsehen fand. mehr

TATJANA STERNEBERG

Sie wollte aus der DDR flüchten und saß dafür drei Jahre im Frauengefängnis Hoheneck. Ein normales Leben kann Tatjana Sterneberg noch heute nicht führen – zu tief sind die Narben, die die Haft hinterließ: „Ich bin nicht geheilt, ich kann nur besser damit umgehen“, sagt sie. mehr

GABRIELE STÖTZER

1976 hat Gabriele Stötzer sich bei einer Unterschriftensammlung Berliner Künstler gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns beteiligt. Weil sie als erste auf ihrer Liste unterschrieb, beschuldigte man sie unter anderem Rädelsführerin zu sein. Weil sie keine „tätige Reue“ üben wollte, wird sie verhaftet. Die Anklage lautet auf „Staatsverleumdung“. Das Urteil: ein Jahr Knast ohne Bewährung. Nach fünf Monaten U-Haft wird sie für die restlichen sieben Monate ihrer Haftstrafe in das Frauengefängnis Hoheneck eingewiesen. mehr

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183 Responses to SCHICKSALE

  1. 1984 ein versuchter Fluchtversuch über die Ostsee. Misslang, wurde verhaftet, bekam §213 und §219 und wurde zu 2Jahren 4 Monaten verurteilt.
    Am 11 September 1985 wurde ich freigekauft und in den Westen gebracht. Darüber habe ich ein Buch geschrieben.
    „DDR Ein schwerer Weg“

  2. judith sagt:

    hallo,
    ich schreibe zurzeit meine Facharbeit über das Thema Hoheneck und suche noch weitere Informationen, insbesondere über den Gefängnisalltag usw…könnte mir jemand weiterhelfen??

    • Viele Frauen die in Hoheneck waren, haben Bücher über diese Zeit geschrieben. Ich habe dies ebenfalls getan. Darin ist auch der Tagesablauf festgehalten.

      Bei Fragen einfach mailen.
      Manuela

      • heike mayer sagt:

        treffen sie sich dieses jahr mit dem bund der hohenecker frauen

      • manuela.preussner@gmx.de sagt:

        Die Erinnerung an meiner Haft lassen mich einfach nicht los es sind in zwischen 29 Jahre vergangen, mir fehlt es schwer darüber zu sprechen. ich war von 1984 bis 1986 im strafvollzug Hoheneck erst arbeitet ich in der Näherei ( da mußten wir Bettwäsche fertigstellen für die damalige BRD und nach 3 Monaten nach Antragstellung arbeitet ich in der Wäscherei natürlich im 3 schichten. Wie soll man das vergessen können? Ich glaube das können nur die Menschen verstehen die das durch gemacht haben.Wie soll man das verarbeiten? Habe schlafstörungen und die Träume hören nicht auf. Wir wollten nur das eine Frei sein und da für wurden wir bestraft.

  3. Dieter Henning sagt:

    Liebe Freunde, herzerfrischend zu lesen, daß nichts was diese Verbrecherbande getan hat in Vergessenheit gerät.
    Vergeben und Vergessen ist nicht der richtige Umgang mit dem Erleben.
    Da wir seitens des Gesetzgebers – sprich der Bundestagsabgeordneten immer noch als Bittsteller und Almosenempfänger behandelt werden, würde mich interessieren, wer von diesen schon mal einen Erfahrungsbericht zum Thema Verfolgung von 1945 bis zur Wende gelesen hat. Oder meinen sie, das seien Märchenbücher ? Bautzen und Hoheneck war schon immer ein Begriff.
    Allen herzliche Grüße D.H.

  4. viktor sagt:

    Cottbus war auch ein Begriff.
    Wenn man heute nach Hoheneck fährt bekommt man gleich gesagt das man die Dokomentation auf Bildern nicht wünscht.
    Man möchte keine Bilder preisgeben über das Gefängnis.
    Wer hat denn den Knast gekauft?

    Artemis GmbH
    Annaberger Straße 27 – 09111 Chemnitz
    Geschäftsführer: Bernhard Freiberger
    Register: AG Chemnitz, HRB 19777

    • hoheneck sagt:

      Es gibt mittlerweile diverse Dokumentationen, in denen Hoheneck gezeigt wird (die Drehgenehmigung hat die Artemis GmbH zum Teil selbst erteilt, zum Teil sind die Dokus schon vor dem Verkauf an Artemis entstanden). Weshalb sollen jetzt keine Bilder mehr gemacht/veröffentlicht werden? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. wurde aufgefordert, Bilder von Webseiten etc. zu entfernen?

  5. Gisela Constantin sagt:

    Ich habe nun diese Seite über Hoheneck gefunden und nun lässt sie mich nicht mehr los.Die Erinnerungen an meine haft in Hoheneck haben mich nie los gelassen.Ich wurde 1973 zu drei jahren und sechs Monaten wegen Republiksflucht verurteilt und nach meiner U-Haft bei der Stasi nach Hoheneck gebracht.Ich wurde nicht frei gekauft, sondern durch die Amnestie 74 entlassen.
    Ich habe mich nie von diesen schlimmen Erfahrungen erholt.Heute bin ich krank und kann nicht mehr arbeiten.
    Die Angst vor der Dunkelheit, geschlossenen Räumen und Wasser habe ich immer noch nicht überwunden.
    Ich habe nur noch einen Wunsch.Bitte vergesst uns nicht und lernt aus dieser Geschichte…aus all diesen Schicksalen,denn davon gibt es sicher genug!

  6. gisela constantin sagt:

    Auf meinenKomentar vom 20.september hat leider niemand geantwortet.Eigenlich wollte ich zu dem diesjährigen Treffen in Hoheneck dabei sein, aber leider war ich krank.Ich würde mich sehr freuen, wenn sich noch jemand,der vielleicht zur gleichen Zeit in Hoheneck war,melden würde.Leider weiß ich auch keine Namen mehr!
    Es ist alles nicht so einfach zu verarbeiten…
    vielen Dank!

    • hoheneck sagt:

      Liebe Gisela, es tut mir leid, dass sich bisher niemand gemeldet hat, der zur gleichen Zeit in Hoheneck war wie du. Du könntest es auch mal im Gästebuch des Hohenecker Frauenkreises versuchen. Hier ist der Link: http://www.yasp.ch/runtime/guestbook.aspx?legacyusername=hoheneck
      Viele Grüße & alles Gute für dich!

    • Angelika Voigt sagt:

      War in der Vollzugswäscherei von Dezember 1987 bis Dez.1989 wollte ebenfalls die ehemalige DDR verlassen,habe auch noch wegen anderen Sachen in Hoheneck gesessen,meine Erzieherin war die Oberleutnant Höhne,und in der Wäscherei war eine Frau Obermeister Georgi,vielleicht hast Du das mal gehört,auch ich bin deswegen in Psyschiatrischen behandlung,da es nach so vielen Jahren noch inne ist,und das geht nicht weg,trozdem Kopf hoch,nicht unterkriegen lassen.Mit frl.Gruß,A.Voigt

      • hoheneck sagt:

        Hallo Angelika, wurdest du damals in der Reportage über Hoheneck interviewt? Dez 1989, in der Wäscherei? Ich glaube, ich kann mich an dich erinnern, zumindest vom Freihof. Denn in die Wäscherei durften wir Politischen ja nicht. Georgi & Höhne sagt mir was. Ich hatte vorrangig mit Schombach & Stahlke zu tun. Die kennst du vielleicht auch noch… Gruß, Birgit

      • Bobo sagt:

        Hier zu möchte ich ganz kurz paar Gedanken einbringen. In die Wäscherei kamen keine politischen Gefangene,so viel ist Gewiss…….

  7. Betty sagt:

    DANKE an euch alle, die ihr den Mut und die Kraft aufbringt, dass dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte nicht vergessen wird.
    Im Juli 1983 bin ich im Alter von 17 Jahren wegen versuchter Republikflucht verhaftet worden. Nach meiner Verurteilung, saß ich 4 Monate in Hoheneck und bin dann freigekauft worden. Bis heute verfolgt mich diese Zeit. Kurz nach der Wende besuchte ich Hoheneck, mit Einverständnis des damaligen Gefängnisdirektors (Hoheneck war noch mit einigen Frauen belegt). Später als Hoheneck für Besucher geöffnet hatte, war ich nochmals da. Es darf niemals vergessen werden…………..

    Ich wünsche euch allen Kraft, Mut und Energie für eueren weiteren Lebenswege.

    Gruß Betty 🙂

    • hoheneck sagt:

      Danke für deinen Kommentar, Betty! Ich hoffe du hast die Zeit der Inhaftierung gut verarbeiten können… Alles Gute für dich! Grüsse, Birgit

      • Angelika Voigt sagt:

        Hallo Birgit,verzeih,das ich mich lang nicht meldete,da ich auch auf der suche bin,nach der genauen Adresse von der Höhne,und Georgi,sowie Wieland u.a.die sollen sehen,was Sie mit mir gemacht haben,auch,das Männliche Personal,komme im leben gut zurecht,aber darf nur zeitweise arbeiten gehen,kann man sich nicht vorstellen,aber es ist halt so,will nicht jammern,aber keiner kann es je vergessen,war im Juli in Stollberg,da ich noch erledigungen hatte,bin ich nicht mehr in der lage gewesen mit mein Auto danach zu meinen Eltern zu fahren,wahr wie gelehmt,weiß nicht an wen ich mich wenden kann,um einiges zu erfahren.Du liebe Birgit man sieht nichts an mir,aber ich bin deswegen Schwerbehindert,und ich will nur mein Recht erbringen,da ich nicht erhalten habe,und ich mich sehr freue sollten wir un baldigen kontakt kommen meine Tel,nr. 0172/6156245 tagsüber,Festn.08122/1794353 ab 19=00Uhr,vielen lieben Dank!!!Angelika

  8. hoheneck sagt:

    Informationen gesucht! Wer war 1968/1969 in Hoheneck und erinnert sich an Marianne LIPPMANN (geb. Süßmuth)? Geboren am 3. Okt. 1940 im Kreis Glatz (Schlesien), später wohnte sie in Oelsnitz. Sie hatte zwei kleine Jungen, die man bei ihrer Inhaftierung ins Kinderheim gesteckt hat. Marianne Lippmann war vom 27.10.1968 bis 29.9.1969 in Hoheneck inhaftiert. Wer kann sich an sie erinnern und Aussagen über die Haftzeit machen? Bitte melden Sie sich dringend bei Herrn Lippmann (Sohn), Telefon 0172 982 6088
    Herzlichen Dank vorab!

    • Gesine Overkamp sagt:

      Lieber Herr Lippmann,

      ich (Jg. 1945) war vom Februar 1969-März 1970 in Hoheneck, müsste Ihre Mutter eigentlich kennen, kann mich aber nicht konkret erinnern.
      Vielleicht haben Sie noch ergänzende Informationen?

      Alles Gute!. G. Overkamp

    • benz rumpza waltraud sagt:

      Hallo hert lippmann ich habe ihre suche jetzt erst gelesen auch ich war vom august 1968 bis 1April 1970 inhaftiert wurde aber ende 1969 nach waldheim verlegt und am 1.4.70 in den westen entlassen an namen kann ich mich nicht genau erinnern mein name war damals Volkmar aber hoheneck ear die Hoelle vielleicht kann ich ihnen helfen auch ich suchte schon nach frauen die 1968 und 1969 in hoheneck inhaftiert waren man kann diese Zeit sehr schwer versrbeiten es gruesst sie Waltraud Benz Rumpza Tel 0034610360664 auch ueber whats app zu erreichen

  9. Beate Bräunig sagt:

    Ich bin die Tochter von Helga Reuther (geb. 12.05.1947), die in der Zeit vom 24.2.1971 – 23.08.1972 in Hoheneck gefangen war. Meine Mutter wurde aus politischen Gründen eingesperrt.
    Ich weiß nichts von meiner Mutter und habe kein Foto von ihr, weil ich während ihrer Inhaftierung im Alter von 5 Jahren zur Adoption freigegeben wurde. Leider hat sich meine Mutter nach meinen Recherchen ein Jahr vor der Wende das Leben genommen.
    WER HAT SIE GEKANNT?

    • hoheneck sagt:

      Liebe Beate, danke für deinen Kommentar. Ich hoffe sehr, es meldet sich jemand, der deine Mutter gekannt hat. Hast du auch schon beim Frauenkreis der Hoheneckerinnen angefragt?
      Herzliche Grüße & viel Erfolg bei der Recherche,
      Birgit

  10. Tatjana Sterneberg sagt:

    Liebe Beate, zur Aufklärung Eures Familienschicksals könntest Du bei der Bundesbeauftragten bzw. bei den Landesbeauftragen für die Stasi-Unterlagen einen Antrag auf Herausgabe von Unterlagen, die das MfS zu Deiner Mutter angelegt hat, beantragen. Vielleicht ist es Dir dann möglich, den Weg Deiner Mutter durch die Gefängnisse nach zu zeichnen. Auch die JVA Waldheim verfügt über Gefangenenunterlagen. Ansprechpartner ist Herr Zetsche.
    Dir viel Kraft und alles Liebe

    Tatjana

  11. Michael Lippmann sagt:

    Liebe Frau Overkamp,
    Vielen Dank, dass Sie sich bezüglich meiner Mutter mit mir in Verbindung setzen möchten.
    Ich Bitte Sie, mit mir telef. Kontakt aufzunehmen oder mir Ihre Telefonnummer mitzuteilen.
    Ich rufe Sie zurück. Aus persönlichen Gründen möchte ich zur Zeit keine näheren Angaben zu meiner Mutter im Internet veröffentlichen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.
    Mit freundlichen Grüßen und alles Gute
    Michael Lippmann

  12. Claudia sagt:

    Einen wunderschönen guten Tag an alle hier,

    weil ich am kommenden Mittwoch im Gymnasium meiner Tochter den Geschichtsunterricht als Zeitzeugin gestalten werde, bin ich in Vorbereitung dessen auf diese Seite gestoßen. Wie es mir beim Lesen der grausamen Tatsachenberichte ging, kann sich jeder vorstellen. Ich hatte das große Glück, nicht dabei erwischt worden zu sein, als ich die DDR im Mai 1989 illegal verlies.
    Da ich mich aber immer mit meiner Umwelt beschäftigt habe ist es mir heute so wichtig, dass man immer wieder an diese menschenverachtende Diktatur erinnert. Gerade in Zeiten, in denen sich Die Linke versucht hoffähig zu machen und von ihrer Vergangenheit ablenken will. Ich bin gegen jeder Form der Verklärung und Beschönigung von DDR-Vergangenheit. Deshalb werde ich versuchen, auch wenn ich die grausamsten Strafen glücklicherweise nicht ertragen musste, so gut wie möglich aufzuklären und zu erinnern, welches Unrecht uns DDR-Bürgern unverschuldet widerfahren ist.
    Ich würde es außerdem sehr begrüßen – für übermorgen ist das leider zu spät – wenn sich jemand aus der endlosen Reihe der am schlimmsten Betroffenen bereit erklären würde, auch mit jungen Menschen an Schulen darüber zu sprechen. So wie ich das bemerkt habe, ist das Interesse sehr groß. Ich freue mich sehr über diesbezüglich KOntaktaufnahmen.

    Viele Grüße aus Stuttgart von
    Claudia

    • hoheneck sagt:

      Hallo Claudia,
      danke für den Kommentar. Ich finde es super, dass du dich als Zeitzeugin vor Schulklassen stellst – weiter so!
      Deine Motivation kann ich nur teilen. Ich selbst bin auch öfter an Schulen unterwegs, demnächst am 16.5., und lese auch aus meinem Buch vor. Die Fragerunden im Anschluss sind immer sehr interessant. Es gibt wirklich ein grosses Interesse bei jungen Menschen.
      Gerne können wir uns über das Thema austauschen, wenn du magst. Email: hoheneck(at)freenet.de
      Bis bald & viele Grüße, Birgit

    • Betty sagt:

      Hallo Claudia, hallo an alle,

      sorry das ich jetzt erst zu den Thema schreibe, habe längere Zeit nicht reingesehen, da ich einen Trauerfall im engsten Kreis verkraften muss.
      Der Beitrag von Claudia hat mich angesprochen und ich möchte dazu mitteilen, dass ich von Kindern aus meinen Freundenskreis angesprochen wurde, ob ich mich für den Geschichtsunterricht, als Zeitzeugin über meine Erlebnisse in der DDR und in Hoheneck zur Verfügung stellen würde. Dies hab ich gern getan und bei den Schülern großes Erstaunen und Interesse geweckt. Damit kann ich einen kleinen Beitrag leisten, dass die Handlungsweisen des DDR-Regimes nicht in Vergessenheit geraten.
      Liebe Grüße aus Hannover
      Betty

  13. Regina Romeick sagt:

    Ich war zusammen mit Gisela Mauritz waehrend ihrer zweiten Haftzeit in Planet 1 oder in Esda 1. Ich war in beiden Kommandos und auch in Planet 3 und erinnere mich gut an sie und die Verzweiflung in ihren Augen. Wie mag es ihr heute gehen? Erinnerungen kommen seit mir mein ehemaliger Mann diesen Link geschickt hat. Ich bin dankbar, dass ich die drei Jahre ueberlebt habe, wenn auch nicht ohne Narben und dafuer, dass ich so starke und wundervolle Frauen getroffen habe. danke fuer die Website. regina

    • hoheneck sagt:

      Liebe Regina, danke für den Kommentar. Ich mache diese Webseite gern für andere – zur Information und auch zur Aufklärung für diejenigen, die so gar keine Vorstellung davon haben, was Diktatur bedeutet. Viele jungen Menschen, die nach dem Mauerfall geboren wurden, wissen fast nichts über die DDR. Wir müssen informieren, mit ihnen reden, ihre Fragen beantworten…!
      Gisela Mauritz kenne ich leider nicht persönlich, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie beim Frauenkreis der Hoheneckerinnen bekannt ist. Einfach mal den Vorstand kontaktieren, die Frauen dort helfen sicher gern weiter. Liebe Grüße und alles Gute, Birgit

    • Hallo liebe Regina, schön hier von Dir zu lesen, ich konnte einmal Gisela Mauritz bei den Hoheneckerinnen Frauenkreis treffen, Edda Schönherz hat die Adresse, gerne würde ich auch von dir wieder hören. Ich hatte Kontakt zu Dagmar Betge, arbeitet als Krankenschwester in der U-Haft in Berlin-Moabit und habe Kontakt zu Marieanne Machel (verheiratete Stein).

  14. Frank sagt:

    ich verneige mich vor den menschen, die derartige orte wie hoheneck etc. überstanden haben.

    ist es daher nicht mehr als gerecht, solchen menschen die derartige willkür gegenüber anderen praktiziert und zugelassen haben, zur rechenschaft zu ziehen – frage ich mich?
    doch die tatsache das es zu wenige oder fast keinen mehr interesiert, macht mich schon betroffen, vor allem weil das recht, welches ja angeblich in der ddr gefehlt hat, heute eher denen zur seite steht, die gepeinigt haben und daher genau so wenig von bedeutung und wert ist. das war doch aber die freiheit, die sie sich erwünscht haben mit ihrem tun.

    was ich mich aber frage, ohne die ertragene pein gering zu schätzen, sind sie heute zufriedener und glücklicher mit dem geleisteten preis, als damals in der ddr vor dem gefängnis? die beweggründe sind mannigfaltig gewesen die ddr zu verlassen, mir will doch niemand sagen, sie haben wirklich nicht gewusst, was passiert wenn es schiefgeht? und deshalb ist auch das interesse an den schicksalen so wie es ist.

    ich bin nun auch in einem alter, wo mich der drang beschleicht, an orte meiner kindheit zurück zu kehren und die war auch nicht immer einfach. ich war auch, in der ddr 6 jahre, in mehreren diversen kinderheimen und werkhöfen, aber ich wusste bereits mit 8 jahren warum ich da bin – wegen eigenem tun und dabei war ich auch kein krimmineller. sicher sind die konzequenzen nicht vergleichbar mit den weiter oben beschrieben, doch man muss halt leben mit den geister die man ruft.

    es tut mir leid, doch ich hoffe trotzdem dass sie alle einen punkt finden der sie in zufriedenheit währen lässt.

    frank

  15. Mario sagt:

    Lese heute in TV Movie einen Beitrag über das Schloss des Grauens…..interessant…….auf zu Google…….und stosse auf diese Seite …SCHOCK aber nicht wegen der sehr interessanten Page…sondern wegen das was hier geschehen ist.Unglaublich!!!!
    Werde am 9.11.11 den Film ansehen,da mich die DDR mit all ihren
    Facetten sehr interessiert.Da waren Urnen von Frauen auf dem Boden die sich das Leben nahmen……die DDR in ihren unmenschlichsten Zügen!

    Fragen????

    Was wurde in einer Wasserzelle gemacht…..Folter in welcher Form?
    Spielt Wasser eine Rolle?

    Sorry für die blöden Fragen aber kann mir darunter nichts vorstellen!!!

    Gruss Mario

    • franka sagt:

      man wurde entweder an der mauer gefesselt oder wie ich auf dem stuhl sitzend gefesselt, dann wurde wasser eingelassen, ntürlich kein warmes! die meisten, die das erleben mussten, leiden an nierenkrankheiten

      • Vera.Tellschow@t-online.de sagt:

        Kann ich mir durchaus vorstellen. Wer einmal im Haftkrankenhaus Leipzig-Meusdorf sein mußte, kann sich noch ganz andere Dinge vorstellen, was dort gemacht wurde, natürlich alles zum Wohle des Sozialismus, wie sollte es auch anders gewesen sein.

      • Jens Neubert sagt:

        Wie lange musste man da so stehen oder sitzen? Gab es da Regeln Vorschriften etc? Gibt es irgendwelche Aufzeichnungen oder Ärztliche Befunde die eine solche Folter beweisen würden? Ich bin allgemein interessiert an Justizgeschichte.

  16. sylvia sagt:

    hallo,
    ich bin eine der vielen frauen die in hoheneck eingesessen haben. ich schaue gerade auf ard den film „es ist nicht vorbei“ und als ich die szenen im gefängnis sah, besonders die meiner arrestzelle Nummer 13 kamen mir die tränen. ich glaubte immer, mein erlebtes verarbeitet zu haben, aber das war wohl ein trugschluss.
    ich habe damals eine ballade von einer unbekannten frau, die glaube ich in den 70-gern auf hoheneck sass, aus dem gefängnis geschmuggelt. diese ballade würde ich, wenn interesse besteht, hier gern veröffentlichen.

    • hoheneck sagt:

      Liebe Sylvia,
      du kannst diese Ballade gern hier veröffentlichen, wenn du willst. Oder du kannst sie auch gern an mich schicken und ich platziere sie auf der Webseite, an sichtbarer Stelle. Wie du magst.
      Herzliche Grüße,
      Birgit

      • Sally sagt:

        Hallo,
        ich muss feststellen, dass ich vieles verdrängt habe und ich nicht einmal mehr weiss auf welcher Etage ich lag. Ich weiss nur das ich, wenn ich mal Lust hatte ein wenig Bettwäsche nähte und unser Komando von einer Oberleutnant “ Leonhard“ oder so geleitet wurde, die mich alle 14 Tage in den Bunker steckte.Sie sorgte auch da für das mir kein Geld ausgezahlt wurde. Aber sie hatte mit der Hilfsbereitschaft der Frauen untereinander nicht gerechnet. Im Juni 1984 bin ich dann als eine der “ Alten“ auf Transport gegangen. Man kannte mich unter den Namen “ Sally“. Ist vielleicht jemand da draussen der sich an mich erinnern kann und vielleicht mehr in Erinnerung behalten hat als ich?
        Ich würd mich freuen.

      • Doris Ostwald sagt:

        fängt die Ballade mit „Dunkle Jacke, dunkle Hose, bleich wie eine weiße Rose, allenfalls der letzte Dreck, dies ist die Frau von Hoheneck“ … an?

        Diese „unbekannte Frau“ war von 1980 bis 1983 eingekerkert.

        Liebe Sylvia, habe zufällich heute diese Seite gefunden. Vielleicht war es auch dein Name, der mich zu diesem Eintrag verführt. Denn eine „Sylvie“ war eine meiner besten Freundinnen vor Ort. Und jetzt hast du mich an sie erinnert. Vielen Dank.

        Mit den allerbesten Wünschen und Grüßen an Dich und an die Initiative „Hoheneck“.

      • hoheneck sagt:

        Liebe Doris: Schön, dass du hierher gefunden hast! Danke für deinen Kommentar & alles Gute für dich, Birgit

      • Alina sagt:

        Hallo Sylvia, ich würde diese Ballade auch gerne hören. Bitte veröffentliche sie doch hier. Die unbekannte Frau würde das bestimmt stolz machen.

        Angelika kanitz

      • Liebe Birgit,- ich heiße Angelika Bittner damals Baldzuhn,- ich war 1980-1982 in Hoheneck,- zusammen mit Heidrun Kögler,- diese damals junge mutige Frau, wurde zu meiner besten Freundin. Sie schrieb u.a. diese Ballade…,- leider habe ich auf Grund der gleichen, hier immer wieder dargestellten,traumatischen Vergangenheit, -kaum Kraft auf die Tasten zu drücken …!
        Und bin gerade so sehr aufgewühlt …,-
        Ich nannte sie Erue … sie mich Agneta…,- ich habe noch immer ein kleines Gedichtbändchen von ihr.
        Heidrun kam damals mit einem Gipsverband zu uns in den Verwahrraum,- ..!
        Namen,- Ute, Silvia,-Gisela und Schwägerin ?,-Elke … Sonny (war ganz ganz dünn, und wohl schon 8,9 mal im Gefängnis, nicht politisch) … an mehr kann ich mich nicht erinnern.

        muss aufhören,- ich kann grad nicht mehr ,,,!!!

        Euch alles Liebe!!!

  17. Karin Goldmann sagt:

    Hallo, Regina Romeick,

    habe heute diesen Link entdeckt. Konnte mir die Sendungen auf dem 1. Programm NICHT ansehen. Zu viel ist damals und in der Vergangenheit passiert.

    Mir kamen die Tränen, als ich deinen Namen gelesen habe.
    Ich war mit dir 1978/Jan.1979 in Hoheneck in einer Zelle, kannte Gisela Mauritz, Mebel (Karin Voigt), Sabine Schlie, Martina Prell. Habe in Planet die verdammte Bettwäsche nähen und wie Viele die Schikanen von Oberstleutnant Georgi und allen anderen „Erzieherinnen“ ertragen müssen. Obwohl diese Zeit ein Teil meines Lebens ist, habe ich sie psychisch noch zu bewältigen. Weißt du noch, Sabine hatte mir die Karten gelegt, an meinem Ankunftstag in der „Zelle“; ALLES ist eingetroffen!!!

    Grüße aus Wolfsburg
    Karin

    • Hallo Karin, in dieser Zeit war ich auch dort, aber ich bekomme kein Bild von dir vor Augen. Viele Grüße aus Berlin Edda

      • Hallo Karin, Edda …,- ich war 80-82 in Hoheneck und versuche mich zu erinnern.
        Kennt ihr Biggi damals aus Dresden,- oder mich,- hatte rotes lockiges Haar,- war in einem Esdakommando …!

        Biggi ist mit mir auf Transport gegangen,- !
        Heidrun war mit mit im Kommando,- kurze Haare,- blaue Augen immer irgendwie poitiv drauf,- sie hat Gedichte geschrieben.

        Ich habe einfach so viel Löcher…,-!!

        Vielleicht kennt mich ja jemand von euch!!

        alles Liebe,
        Angelika
        Oldenburg (Niedersachsen)

  18. gisela constantin sagt:

    Liebes Hoheneck-Team!
    Habe mir gestern Abend den Film mit Anja Kling angesehen.Es ist noch nicht vorbei…..der Titel alleine ist schon sehr zutreffend,jedenfalls für die Frauen, die in Hoheneck waren.Danke, das es Menschen gibt, die sich für uns Opfer einsetzen und der Öffentlichkeit zeigt, was da so alles passiert ist…und ich weiß, wovon ich rede.Ich bin schon seit Jahren in Therapeutischer Behandlung und werde jetzt wieder eine Stationäre Behandlung machen.Ich dachte immer, irgendwann werde ich das vergessen können, aber so einfach ist das nicht.Viele familiäre Schicksale und jetzt auch noch der Tod meiner Mutter haben mich wieder aus der Bahn geworfen,deshalb werde ich auch die fachliche Hilfe in Anspruch nehmen.
    Im nächsten Jahr werde ich mal nach Hoheneck fahren…vielleicht kann ich dann endlich alles abschließen.
    der Film war auf jeden Fall ein Anstoss und eine hervorragende leistung…Danke !
    Gisela Constantin

    • hoheneck sagt:

      Liebe Gisela,
      danke für deinen Kommentar! Ich wünsche dir alles Gute, Gottes Segen und eine erfolgreiche Therapie.
      Herzliche Grüsse,
      Birgit

    • Martina sagt:

      Hallo liebe Gisela, auch ich war in Hoheneck und glaube mir da hilft keine Therapie .ich habe es aufgegeben . War zur Kur und mußte andauernd darüber reden.als die Kur zu Ende war wollt ich nur noch sterben weil ich mit träumen von dieser Zeit nicht mehr fertig worde. Nun werde ich zu keinen Psychologe oder Nervenarzt gehen,geschweige zur Kur. Entweder Du hast die Kraft es im Kopf auszuschalten oder Du muß damit Leben . Ich lebe damit und es macht einem Stück für Stück kaputt.
      Ps. Ich wünsche Dir Kraft und alles erdenklich Gute 🍀

      • Liebe Martina,
        ich bin nur durch Zufall auf diese Seite gestossen, um fuer mich Antworten zu finden, war von Dezember 1984 bis November 1985 in Hoheneck, lebe jetzt seit 16 Jahren in Australien, weit weg von der Vergangenheit! War seit langer Zeit dieses Jahr wieder in Deutschland und fuehle wie Du, es ist nicht vorbei, die Zeit verfolgt mich staendig, dachte therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, aber denke, Du hast recht, entweder oder!! Alles Liebe und viel Kraft, Birgit

  19. Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

    Ich bin die Tochter einer ehemaligen Hoheneckerin. Meine Mutter Angelika Hofmann (früher Schnabel) wurde als Staatsfeind der DDR im Jahr 1969 verurteilt. Sie war damals 20Jahre alt. Sie hatte eine lange Strafe erhalten. Sie saß bis 1977- sie kam vorzeitig frei, da ihr Vater Selbstmord beging.

    Es hat meine Familie zerstört. Meine Mutter erkrankte an paranoider Schizophrenie. Mein Vater konnte damit nicht umgehen und trennte sich 1988 von ihr. Bis 2005 konnte ich kein normales Leben führen, da ich mich um sie kümmern musste.

    Auch ich habe den Film „Es ist noch nicht vorbei“ und die Reportage gesehen. Es hat mich sehr aufgewühlt.

    Niemand darf vergessen werden.

    Susan

    • Tatjana Sterneberg sagt:

      Hallo Susan, war Deine Mutter die Ärztin, die in der Duko von Spiegel tv zur Wasserzelle in Hoheneck berichtete?
      Tatjana

  20. marianne sagt:

    Hallo,

    auch ich habe den Film „Es ist nicht vorbei“ gesehen und ich bin noch immer sehr gerührt und nachdenklich.
    Nur leider wurde dieses Thema,in dieser so bunten Republik,nicht
    ausreichend aufgearbeitet.
    Die DDR wird noch immer,von nicht Betroffenen,viel zu harmlos dargestellt.

    Vergessen kann man das alles niemals.

    Mary

  21. Christine Fehrmann sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Bin heute auf ihre Seite über die Vollzugsanstalt Hoheneck gestossen Nach der Untersuchungshaft in Hohenschönhausen wurden meine Mutter und meine Oma nach einem für mich nicht nachvollziehbarem Urteil in den 50 ger Jahren für 11/2 bzw. 3 Jahre auch nach Hoheneck verlegt. Ich war zu dem zeitpunkt 10 Jahre alt.und mein Bruder 21/2. Mein Vater saß 8 Jahre in Waldheim im damaligen Zuchthaus.
    Ich weiß aus Erzählungen das sie mit Zeugen Jehovas und Prinzessinnen von ….. zusammen in einer kleinen Zelle zu 40 Frauen zusammen gefercht waren. Sie mußten beide im Akkord Kittelschürzen nähen mußten. Meiner Mutter wurde immer wieder gesagt, wenn sie den Plan nicht schaffe würde sie uns KInder nicht mehr wiedersehen. Ich kann mich noch erinnern, das aus Berlin eine Frau auch dort war die einen kleinen Lebensmittelladen hatte und eine Tochter die immer Krampfanfälle bekam.Leider weiß ich ihren Namen nicht mehr.Jedenfalls muß es dort sehr schlimm gewesen sein ,da meine Mutter und auch meine Oma fast daran seelisch zerbrochen sind.Meine mutter war auch jahrelang in psychologischer Behandung nach einem Nervenzusammenbruch. Ich bin inzwische 64 jahre alt , aber die Zeit von damals begleitet mich durch mein ganzes Leben.
    Ich hoffe das alle zur Rechenschaft gezogen werden, die dafür verantwortlich waren.
    Cjristine

  22. Gabriele Hofsäß sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    1981 (mit 21 Jahren) war ich wegen eines gescheiterten Fluchtversuches in Hoheneck inhaftiert. Die Zeit heilt nicht alle Wunden. Mit professioneller Hilfe ist mir die Verarbeitung dieser schlimmen Zeit sicher ganz gut gelungen, vergessen wird man das aber nie. Beim Anschauen dieser Seite rollen dann doch wieder die Tränen.
    Mit sehr gemischten Gefühlen beobachte ich das Aufstreben der Linken in der Politik, die Verharmlosung der Zustände in der ehemaligen DDR, diesen „Ostalgie-Kult“ mit den schönen Erinnerungen an die gute alte Zeit. Es ist kaum zu glauben, dass die Verbrechen dieses Regimes zum großen Teil totgeschwiegen wurden und noch immer werden.
    Da ich es unendlich wichtig finde, gerade junge Menschen darüber aufzuklären, möchte ich als Zeitzeugin in den Geschichtsunterricht gehen. So bin ich auf diesen Link gestoßen.
    Bis jetzt konnte ich den Mut nicht aufbringen, Hoheneck zu besichtigen. Im Sommer letzten Jahres habe ich es mit Unterstützung meiner Kinder zumindest bis vor das große blaue Tor geschafft.
    Ich möchte den Schülern gern ein paar Fotos über Hoheneck zeigen und wäre sehr dankbar, wenn mir diese zur Verfügung gestellt und eventuell per e-Mail geschickt werden könnten. In zwei Wochen habe ich den Termin am Gymnasium.
    Es tut sehr gut zu wissen, dass die Frauen von Hoheneck nicht ganz vergessen wurden. Herzlichen Dank!

    Viele Grüße

    Gabi

  23. Dirk Lahrmann sagt:

    Noch nie ging es SED und Stasi so gut wie heute.
    Fette Posten, Bonzen-Renten und Volkseigentum gab es für die roten Blutsbrüder.
    Für die Opfer reicht seit 20 Jahren der feuchte Händedruck.
    Danke Dr. Kohl oder richtiger gesagt Dr. Rot-Kohl.

  24. Ramona Ludwig sagt:

    Hallo Birgit; Hallo Angelika!
    Auch ich war zu Eurer zeit da, von Anfang 85-22.12.89. Ich war eine der letzten.
    All die Jahre bisher hab ich es geschafft, alles zu verdrängen und irgendwie klar zu kommen. Aber irgendwie geht das nicht mehr, seit voriges Jahr sind alle Bilder wieder da; dann der Film! Ich hatte mich dagegen gewehrt, ihn zu sehen, aber vor einiger Zeit zeigte ein sehr guter Freund mir das nachträglich. Ich war von jetzt auf gleich in der damaligen Zeit! Ich weiß, er hatte es gut gemeint, denn wenn ich es schaffen könnte darüber zu reden, würde es vielleicht erträglicher machen. ich weiss es selber garnicht!
    Die Angst, das alles nochmal gedanklich durchleben zu müssen, ist mittlerweile fast unerträglich.
    Durch den Frauenkreis habe ich ja bereits einen winzigen Kontakt, aber ich frage mich; warum habe ich Angst, diesen Kontakt zu erwidern?
    Meine Familie droht daran zu zerbrechen, weil es wohl schwer ist, dies alles zu verstehen, wenn man nicht reden kann!
    Aber die Erinnerungen begleiten mich jeden Tag und ich weiß, daß ich was unternehmen muß. Aber wie?

    Ramona

    • hoheneck sagt:

      Hallo Ramona, warst du auf Planet II? Melde dich einfach, wenn du reden willst… Es hilft alles rauszulassen!
      Viele Grüße, Birgit

      • Ramona Ludwig sagt:

        Hallo Birgit, ich war bei der Rösch und ich mußte bettwäsche nähen.
        Bis vor einigen Tagen, dachte ich auch, daß es helfen würde, mich dem zu stellen, aber das geht nicht. ich bekomm das nicht hin. Ich lebe an einem Tag in zwei Welten bzw Zeiten. einmal bin ich im Damals und kenn fast niemanden und möchte nur noch weit weg und allein sein; dann plötzlich wieder im Jetzt!
        Meine Familie und Freunde wollen mir helfen, aber irgendwie weigert sich etwas in mir, dies zu zu lassen. Vielleicht bin ich zu mißtrauisch, was noch stärker wird, um so mehr oder öfter ich mich in der damaligen Zeit befinde.
        Langsam glaub ich nicht mehr daran, daß ich das Alles irgendwann mal verarbeiten und beenden kann!

        LG Ramona

      • hoheneck sagt:

        Rösch? Also Planet III. Du kennst dann sicher „Gamasche“ und „Poldi“…?
        Ramona, ich bin keine Psychologin, aber ich denke du solltest trotzdem versuchen, das Ganze aufzuarbeiten. Es wird dir sonst keine Ruhe lassen. Such dir doch einen Profi, jemandem mit dem du sprechen kannst und dem du vertraust. Lass es raus oder schreibe alles auf. Das hat mir geholfen. Oder sollen wir mal telefonieren? Dann schicke mir doch deine Nummer per email an hoheneck@freenet.de
        Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und viel Kraft! LG, Birgit

  25. Angelika Kanitz sagt:

    Ramona D.?
    Melde Dich Mal, wenn Du es bist ! angelikakanitz@yahoo.de

  26. Dirk Lahrmann sagt:

    Eine angemessene Ehrenpension von 1.500 Euro pro Monat würde vielen Opfer nicht nur finanziell sondern auch psychologisch helfen.
    Dies wäre eine handfeste Anerkennung der Leiden.
    Stattdessen wird ein Gauck, ein Bürgerrechtler der allerletzten Stunde, ein von der Stasi mit Privilegien Begünstigter, einer mit dem Decknamen „IM Larve“, so einer wird Bundespräsident.

    • hoheneck sagt:

      Ich kann Ihrer Forderung nach einer angemessenen Ehrenpension nur zustimmen! Leider kann man den leeren Versprechen der Politiker – gleich welcher Partei! – sich für die Opfer der DDR-Diktatur einzusetzen, keinen Glauben (mehr) schenken. Wenn es drauf ankommt, ist plötzlich kein Geld da…
      Zu „IM Larve“ kann ich nichts sagen. Haben Sie nähere Informationen?

  27. Dirk Lahrmann sagt:

    Meine Infos über „IM Larve“ beziehe ich auch nur aus dem Internet.
    Ich halte die Schilderungen für sehr glaubwürdig.
    Schauen wir uns mal die BStU, also die Gauck-Behörde an.
    Dort verwalten die EX-SED-Parteigenossen, unser aller Stasi-Akten.
    Gauck hat damit den Bock zum Gärtner gemacht.
    Ich musste die traurige Erfahrung machen, dass auch die restliche Aufarbeitungs-Industrie nach dem gleichen Strickmuster arbeitet.
    Wer keine Lust auf einen Stasi-Begünstigen Präsidenten Joachim Gauck hat, kann hier unterschreiben.
    http://openpetition.de/petition/online/nein-zu-joachim-gauck
    Dort gibt es auch nähere Infos zu IM Larve.

    • hoheneck sagt:

      Danke Dirk, das werde ich lesen (und die anderen Wiki Leaks Infos). Dass in der BStU Ex-Stasi-MA gearbeitet haben ist ja bekannt und war z.T. erwünscht, weil man ihre Mithilfe zum Dechiffrieren brauchte. Diese Leute hat doch aber Gauck nicht eingestellt, oder irre ich mich? Könnte es nicht sein, dass bestimmte linke Kreise zzt. eine gezielte Verunglimpfung von Gauck forcieren…? Naja, um hier mitreden zu können habe ich noch nicht genug recherchiert. Wir können das Thema ja am Donnerstag vertiefen. Viele Grüße einstweilen, B

      • Dokumentation sagt:

        Tatsächlich stammen solche Vorwürfe aus bestimmten linken Kreisen (GBM, ND, vom letzten Innenminister der DDR). Nach den Akten zu urteilen ist „Larve“ der Name seines OVs 1988. Solche Feindbearbeitungen trugen immer diffamierende Decknamen (wie Bohle für Bärbel Bohley). Als IM-Decknamen wurden dagegen heroische, attraktive Begriffe gewählt. Dieser Vorschlag von 1988, ihn als IM-Kandidaten zu werben, wurde lt. Oberst Amthor, dem letzten BV-Leiter in Rostock, wg. Nichteignung abgebrochen. Ähnlich entlastende Auszüge hatte bereits DIE WELT vom 23. April 1991 veröffentlicht: http://pastebin.com/g8reZHVL – Wir sollten nicht Opfer zu Tätern umschreiben, wenn die Dokumente es anders zeigen!

  28. Elke Renger sagt:

    Grüß Euch die Hoheneck entkommen sind.Ich habe erst gestern diese Möglichkeit gefunden mehr über Hoheneck und dem Frauenkreis zu erfahren.Liebe Birgit wenn Du es wirklich bist,warst Du mit mir in Planet II wenn ich mich recht erinnere bist Du mit
    Irmgard M.nach Hoheneck gekommen.Ich habe noch nicht lange
    meine Anerkennung die Verdrängung klappte ganz gut aber seit dem ist nichts mehr wie es war.Habe ich früher meinen Alltag gut
    bewältigt ist es für mich jetzt ein Kraftakt.Ich bin im Saarland also
    ganz weit weg.Ich habe an Inge geschrieben und um Aufnahme
    gebeten.Versuche Dich über freenet zu bekommen habe nur nicht immer die Möglichkeit ins Netz zu gehen,bis bald LG Elke

    • hoheneck sagt:

      Hallo Elke, schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Ja, ich war auf Planet II. In welcher Zelle warst du? Die Erinnerungen verblassen so langsam… Ich kann mich aber noch an 2 Elkes erinnern. Nach Hoheneck kam ich mit Ramona D. (Politische) und einer Marion aus DD (keine Politische), August 1988. Irmgard sagt mir jetzt gar nichts im Moment. Würde mich freuen, mehr von dir zu hören. Schreib doch mal eine Mail wenn du Zeit hast. Viele Grüße, Birgit

  29. Elke Renger sagt:

    Noch kurz zu Dirk,

    schnell ist der Ruf ruiniert,ich selbst bin zerfressen von Hass und ich bin weit weggezogen um keinen meiner Peiniger zu begegnen
    weil es sein könnte das ich ausflippe wenn Du tatsächlich für Deine
    Behauptung Beweise hast,dann sage es laut und offen die Zeit
    der Duckmäüserei muß vorbei sein.

    LG Elke

  30. Birgit Zobel sagt:

    Hallo,
    mein Name ist Birgit Zobel
    und ich hatte gleich 2 mal das vergnügen mit „Gamasche“ und vielen anderen Mörderinein meine Haftzeit zu verbringen.Ich bin am 18.10.1988 freigekauft worden. Ich habe heute meine Akte aus dem Bundesarchiv bekommen und bin sehr wütend über die Einzelheiten die dort akriebisch aufgeführt wurden. Ich war auch im Planet III und meine Erzieherin war Leutnant Rösch.Ich hatte aber auch tolle Frauen kennen gelernt wie zB.Marita Moritz mit der ich heute nich Kontakt habe.Sicher war alles unerträglich und Menschenunwürdig, doch finde ich ,dass wir heute viel mehr Leiden um die Vergangenheit vergessen zu können. Das gelingt leider nicht und es gibt auch keine Psychologen die uns helfen könnten. Ich habe einfach versucht auch die positiven Aspekte zu sehen. Denn wir haben nicht nur geweint sondern auch gelacht und Spass gehabt . Das solltet Ihr nicht vergessen, auch wenn es wie gesagt sehr schwer fällt.
    Wer mich kontaktieren möchte:birgit-zobel@web.de
    Danke das es euch gibt

    • hoheneck sagt:

      Hallo Birgit,
      schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Wir waren zur gleichen Zeit in Hoheneck, nur war ich auf Planet II! Mehr per email – ich habe dir eben eine längere Mail geschrieben!
      Viele Grüße,
      Birgit 🙂

  31. Birgit Zobel sagt:

    Hallo Birgit, danke für deine schnelle Reaktion. Ich habe soooooooooooooooo viele Fragen, denn ich habe schon vieles vergessen.Ich habe zwar meine Hoheneckakte bekommen und weiss daher , dass ich auf Planet war mit Gam.+Poldi in einer Schicht und ich war zu letzt auf Zelle 59 , das war eine 3 Mannzelle.
    Ich kann mich noch an Ines Völker erinnern und das ich ein Funktion als Kulturminister inne hatte ,ich durfte die Wandzeitung gestallten und habe die Litvasseule dort eingeführt.Also ich habe nicht nur schlechte Erinnerungen. zB. hatte Moritz mich immer beschützt (vor Gamasche und Konsorten) ich hatte auch nie Besuch war 2x im Arrest im Keller und hatte immer genug Geld erarbeitet für Zigaretten und Kaffe.
    Ich melde mich bei dir. Ganz liebe Grüße BIRGIT

  32. Marion Schollän sagt:

    Hallo,
    mein Name ist Marion war von Nov.83-Aug.84 bei Esda 3.Würde mich freuen,wenn sich jemand aus dieser Zeit melden würde.
    Bin heute auf diese Seite gestoßen und die Zeit sollte nie vergessen werden.Es gibt ja so viele Leute, die den Osten wieder wollen.
    Viele Grüße
    Marion

    • hoheneck sagt:

      Hallo Marion,
      ich hoffe, es melden sich Frauen bei dir, die 1983/84 in Hoheneck waren. Ansonsten kannst du auch mal beim ‚Frauenkreis der Hoheneckerinnen‘ nachfragen oder bei Facebook posten.
      Alles Gute für dich,
      Birgit

    • Cornelia ( Conny) sagt:

      Hallo Marion,
      Ich sass in Pankow mit einer Marion zusammen in U-Haft. evtl. bist Du das?!? Hoheneck war ich dann von Juni-Okt.1984.
      lg Conny

  33. Angelika Kanitz sagt:

    Gamasche ist nun schon lange tot. Und es gab bestimmt viel schrecklichere Frauen auf „Hoheneck“. Die Schlimmsten waren die braven Häftlinge und Spitzel. Du hast bestimmt nicht Birgits Buch gelesen, sonst wüßtest Du, das sie nichts gegen Gamasche hatte.

    • hoheneck sagt:

      Du hast völlig recht, Gela. Mit Gamasche hatte ich kein Problem, aber mit Rocky und Konsorten. 😦

    • manuela.preussner@gmx.de sagt:

      Ich habe Gamasche persönlich kennen gelernt und sie war in Ordnung mit ihr kam man gut aus. Gamasche war meine Verwarraumälteste. Entweder war man oben oder ganz unter in der Rangordnung. Ich war von 1984 bis 1986 in Hoheneck.

      • Gabriele kocur sagt:

        Hallo
        Habe hier schon lange nicht mehr geschrieben
        2014 war es das 1.mal das ich geschrieben hatte
        Das war in der Nacht als ich von meinem Besuch aus Hoheneck zurück kam. Es hatte sich aber niemand gemeldet.
        Dann habe ich beschlossen alles wieder zu verdrängen, aber wie ihr auch merkt, es geht nicht und ich will es jetzt auch nicht mehr verdrängen!!!!! Ich war von1984 bis 1985 in Hoheneck.Kennt von euch eine monika zerf…..oder regina thomalla

  34. Elke Renger sagt:

    Liebe Grüße an Alle die Hoheneck überstanden haben und an Jene die uns nicht vergessen, liebe Birgit,
    danke für die Antwort leider sind durch die Verdrängung viele Kleinigkeiten verschwunden möglich das sich das ändert.Mir ist der
    Name wieder eingefallen es war Magrit aus Dresden und hat am
    Weißen Hirsch gelebt mit Mann und Sohn ich glaube M.wurde noch
    freigekauft wir sind ja dann leider durch Amnestie für Politische in die DDR entlassen worden.Ich würde mich gern mit Dir in Verbindung setzen.da ich nicht immer die Möglichkeit habe ins Netz
    zu gehen sage mir bitte wie ich Dich finden kann.Seit diesem Monat bin ich im Verein und hoffe im Mai
    an dem Treffen in Hoheneck teil zu nehemen ich weis ja nicht ob
    Du dabei bist,würde mich aber über ein Wiedersehen freuen!
    Manchmal denke ich das die Vergangenheit nicht mehr erwünscht
    ist, so viel Ignoranz begegne ich,sicher ist das eine Frage der Zeit
    aber nicht unserer Ehre die Vogel Strauß-Politik funktioniert prächtig
    die Renten unserer Peiniger sind ja hoch genug um in „Frieden“
    leben zu können—–warum werden kaum welche zur Verantwortung gezogen?und wir müssen mit dem Trauma weiterleben.Ich bin nur noch einmal in der DDR gewesen-als meine Mutter starb-und glaubt mir,wenn ich in dieser Zeit einem Peiniger begegnet wäre ich hätte
    all mein Zorn,den ich auch jetzt noch empfinde (dafür hat keiner
    Verständnis mehr,denn es ist ja sooo lang her) all die Verachtung
    und meine Wut entgegenschleudern,aber was soll“s die haben eh
    ein dickes Fell und genießen ihre Pansionen die sie auf unsere Knochen „erarbeitet haben“ tschuldigung das wird heut nichts mehr,aber es tat gutr sich Luft zu verschaffen.

    Liebe Grüße und Gesundheit

    Elke

    • hoheneck sagt:

      Hallo Elke, am besten erreichst du mich über email. Schreib doch mal an hoheneck [at] freenet.de
      Alles Gute für dich,
      Birgit

  35. Elk Renger Schwalbach sagt:

    Grüße an Alle ehm.Hoheneckerinnen,liebe Birgit
    jetzt ist wieder die Zeit in der Herzschmerzen angesagt sind,wie
    haben wir uns gewünscht wenigstens an den kommenden
    Feiertagen ein normales auf den Tisch zu kriegen,keine stinkenden
    Kartoffeln oder Kohl wie haben wir uns nach einem Stück Obst
    oder grünen Salat gesehnt-das ist alles kein Thema mehr trotzdem
    ist das alles systematisch vor den Feiertagen wieder da und ich
    frage mich können wir das jemals vergessen?aber ich kanns noch
    nicht einmal jetzt verzeihen und immer wieder die Frage warum
    war alles umsonst?Ich habe schon oft erlebt wenn ich Freunden
    erzählt habe ich war in der DDR im Knast hat man ganz schnell
    die keine Freunde mehr-verdammt wann hört das denn mal auf?
    Ich kann mich im Moment noch nicht mal über den Frühling das
    neue Leben freuen-dieser verdammte Knast-
    Trotzdem möchte ich Allen die das auch erlebt habe ein frohes
    gesegnetes Osterfest wünschen
    LG Elke

  36. Ellen Fischer sagt:

    Zuerst ein großer Dank an die Jenigen, die es ermöglichen, dass eine dunkle Zeit der Geschichte ans Licht geholt wird.
    Seit einiger Zeit lese ich immer wieder die Einträge die hier gemacht werden.
    Meine Großmutter war von 1958 bis 1960 in Hoheneck, leider kann sie von dieser Zeit nichts mehr berichten, denn sie ist daran innerlich zerbrochen. Zurückgelassen hat sie bei ihren Kindern und Enkeln viele Fragen. Inzwischen habe ich in der JVA Waldheim, wo viele Haftunterlagen archiviert sind, die Haftakte lesen können. Das Urteil und auch das Strafmaß sind für mich nicht nachvollziehbar und werfen noch mehr Fragen auf. Ihre 7 Kinder wurden damals alle in Kinderheime untergebracht und haben sich unter großem Aufwand alle wiedergefunden.
    Ich bin auf der Suche nach Frauen die zur selben Zeit in Hoheneck inhaftiert waren, in der Hoffnung dass sie aus dieser Zeit etwas erzählen können oder vielleicht meine Großmutter gekannt haben, ihr Name war Ingeborg (Inge) Lindner (geb.1924)
    Danke und viel Kraft und Mut weiter Licht ins Dunkel zu bringen.
    Ellen

  37. Alina sagt:

    Hallo meine lieben Leidensgenossinnen,
    ich habe nur kurze Zeit in dieser Hölle verbracht. In meinen Gedanken an früher, tauchen immer wieder die sogenannten Kriminellen auf. Ich weiß, sie haben genauso gelitten, wie z.B. die politischen Gefangenen, die wenigstens die Chance hatten dort aus dieser Hölle freizukommen.
    Ich habe mir vorgenommen diesen Frauen eine Stimme zu geben.
    Wenn ihr Eure Tragödiie erzählen wollt und wie alles geschehen ist, was nicht mehr rückgängig zu machen ist, dann will ich es in Worte fassen und in einem Buch niederschreiben.
    Die DDR war ein Unrechtsstaat, auch gegenüber den sogenannten Langstrafern.
    Meldet Euch bei mir, wir können reden und ich schreibe alles auf, wie es war, damals in diesem unmenschlichen Zuchthaus.
    Ich denke an Euch, seit ich damals in dieser Hölle war.
    Nicht so unendlich lange wie Ihr. Aber ich kann mir eine Vorstellung von dem machen, was Ihr erltten habt.

    Angelika

    wiccariad@aol.com

  38. Doris Ostwald sagt:

    Ballade von der Frau in Hoheneck

    Dunkel Jacke, dunkle Hose, bleich wie eine weiße Rose, allenfalls der letzte Dreck, dies ist die Frau von Hoheneck.

    Einst war sie eine schicke Dame – uns interessiert hier nicht ihr Name – , denn der ist nur Schall und Rauch, wie andere hierzulande auch.

    Der Lüge und der Heuchelei überdrüssig wurd sie sich eines Tages schlüssig, dem Heimatland „ade“ zu sagen und einen schweren Schritt zu wagen.
    Leider war sie zu naiv, so ging die ganze Sache schief. Und statt im „Hilton“ zu übernachten, muss sie nun auf Hoheneck schmachten.

    Da hilft kein Schrei und keine Träne, da hilft kein Jammern und kein Klagen, aus diesem „gastfreundlichem Haus“ kommt sie so schnell nicht wieder raus.
    Türen haben keine Klinken, Uniformknöpfe blinken, die Fenster sind schwarzweiß kariert, fragt nicht, wie man im Winter friert.

    In diesen Mauern gibt’s nur Kühle, da stumpfen ab, auch die Gefühle. Und es gibt Krach und es geht rund, da lacht sie nur und sagt „na und“ !

    Nur die Arbeitsnorm ist wichtig, alles andere ist nichtig, die Gesundheit geht hier flöten und ihre Seele will man töten.

    Auf der Treppe muss sie warten, bis sie kann zur Arbeit starten.

    Schwer wie Blei sind ihre Glieder und der Stumpfsinn drückt sie nieder. Tag für Tag mit düsterer Miene sitzt sie an der Nähmaschine, näht und schwitzt gleich einem Affen, um die hohe Norm zu schaffen.

    Nach der Arbeit in der Zelle, ist die Welt auch nicht sehr helle. Im Waschraum lauter nackte Leiber, nichts als Weiber, nichts als Weiber.

    Ob im Hofe, ob im Bette, in der Hand die Zigarette; Salem und noch schlimmere Kräuter stimmen Herz und Lunge heiter.
    Freistunde – und die Sorgen fort. Erst die Meldung, dann der Sport. Und als Wichtigstes zu nennen, dann zum Teestand hin das Rennen.
    Inmitten einer Menschenmenge, steht auch sie dann im Gedränge. Sie kämpft sich vor so gut sie kann mit: „Schnauze Baby! Hey, klapp an“.

    Sie trinkt den Tee, den heißen, süßen und kann auch ihre Miezen grüßen. Und hört auch hier das Zauberwort: „James ist da, es geht ‚Transport‘.“

    So verbingt sie ohne Frage, hier wohl ihre schlimmsten Tage. Doch trotz Schikanen und Intrigen lässt sie sich niemals unterkriegen.
    Und eines Tages wird es ihr gelingen, da wird sie mit des Vogels Schwingen, Zelle, Mauern dann verlassen und wandeln auf ganz anderen Straßen.

    Weiße Jacke, weiße Hose, blühend wie ’ne rote Rose, doch was auf Hoheneck gewesen, das wird sie niemals mehr vergessen.

  39. Manuela Polaszczyk sagt:

    Gänsehaut,
    das spricht mir aus der Seele

  40. Alina sagt:

    Danke Doris, wir haben die Ballade an alle weitergegeben die wir aus „Hoheneck“ kennen. Wir haben alle ein bißchen geheult.

    liebe Grüße

  41. Marion Gerhardt sagt:

    Hallo alle zusammen bin zum ersten mal hier gelandet und suche einige ehemalige Jugendliche aus Hoheneck.Hoheneck beinhaltete ja auch ein Jugendhaus für besonders verwerfliche Kinder.Bei allem Verständnis für die politischen Insassen,vergißt man aber das dort auch Kinder oder Jugendliche inhaftiert waren.Ich war 15 Jahre alt als ich dort eingebunkert wurde.Ich habe noch Gummitwist gespielt auf der Strasse und wurde dorthin verfrachtet. Wer glaubt eigentlich das Hoheneck für Menschen zwischen 14 und 18 Jahren gut war? Egal was er als Jugendlicher verbockt hat.Wir waren keine Superkriminellen oder Gewalttäter,wie es heute mitunter ist.Hatten keine Waffen oder so.Die meisten waren dort wegen Diebstahl oder assozialem Verhalten wie es in der DDR hieß.Viele kamen aus zerrütteten Familienverhältnissen.Dieser Unrechtsstaat hat auch vor Jugendlichen die quer schossen nicht HALT gemacht,und diese Kinder haben dieses Zuchthaus ebenso erlebt wie die Erwachsenen.Sie erfuhren keine Sonderbehandlung weil sie noch so jung waren.Ich stand in dem Wasserbunker.Ich habe mir die Haare mit Muckefuck waschen müssen weil es noch kein warmes Wasser gab.Ich lag in den Arrestzellen im Keller an denen die Schnecken die Wände hoch krochen weil es so schön feucht und kalt war.Die Pritsche am Tage an die Wand geschnallt wurde und wo es für die Nacht eine Decke gab und ich schlief nicht auf einer Matratze sondern auf dem blanken Holz. Es gab kein Klo,nur einen Kübel.Die Scheiben waren eingeschlagen und der Schnee fiel bis auf die Pritsche.Turnübungen machen damit ich nicht erfriere.Jeden dritten Tag eine warme Mahlzeit ansonsten drei trockene Scheiben Brot und Tee oder Muckfuck. 21 Tage lang. Und ich war 15 Jahre alt,ein Kind und kein Schwerverbrecher.Warum wird dieseThematik eigentlich verschwiegen?Ich war von März 1971- 1973 dort zu Gast,anläßlich der Amnestie 1973 zu den Weltfestspielen in Berlin wurde ich dann entlassen.Ja ich war dort wegen Diebstahl an sozialistischem Eigentum, ein Schaden von 700,00 Ostmark habe ich verursacht das war sicher der Grund warum der Osten 1989 pleite gegangen ist.Wo sind diese ehemaligen Jugendlichen heute?Was ist aus ihnen geworden?Wo kann ich diese ehemaligen finden?Wir haben genauso gelitten wie die anderen und keiner hat als Jugendlicher ein solches Zuchthaus verdient.Wir sollten gebrochen weil auch wir nicht ins System passten, weiter nichts. Also ihr Jugendlichen meldet euch wenn ihr diese Zeilen sichtet.Mein Spitzname in Hoheneck war Cobra.Schreibt mir einfach eine mail an forol24@gmx.de

    • hoheneck sagt:

      Hallo Marion, danke für deinen Kommentar! Ich finde das, was die DDR-Genossen mit Kindern und Jugendlichen in derartigen Einrichtugnen angestellt haben, genauso verwerflich. Keine Frage! Ende der 80er gab es in Hoheneck zwar keine Jugendabteilung mehr, aber ich hatte von der Existenz einer solchen Abteilung schon gehört. Wenn du magst, dann beschreib doch bitte ausführlicher deine Erlebnisse – es würde mich sehr interessieren. Was passierte nach einer Entlassung? Musstet ihr auch arbeiten in Hoheneck? Wieviele Jugendliche waren dort zu deiner Zeit? Wie alt waren die meisten? Wie war das Verhältnis untereinander?

      Ich hoffe, es melden sich einige deiner Mitgefangenen. Ich lese gerade das Buch „Weggesperrt“ über Torgau und Jugendwerkhöfe. Auch so ein dunkles Kapitel… absolut entsetzlich! War die Abteilung in Hoheneck so was wie ein Jugendwerkhof?

      Herzliche Grüße & alles Gute für dich,
      Birgit

      • franka sagt:

        Hallo Hoheneck. Ich werde hier meine Geschichte nicht angeben, da ich eine Mail bekommen hab, worin man mir sagte ich hätte nicht alle tassen im Schrank und Sätze wie ….
        „wenn Du uns auf dem Hoheneckblog und per Mail weiter mit Deinen
        nach 30 Jahren aufkommenden Fürsorge auf den Geist gehst, besorge Dir besser einen guten Psychater! “
        Dieser dame hab ich eine mail zukommen lassen, in der ich natürlich auch darum bat, evtl. Auskünfte über eine damals ebenfalls 18 jährige zu bekommen. Und nein, ich war kein Mädchen, die einer alten dame ne Handtasche geklaut hat, sondern nur eine, die in der zigarrettenfabrik 2 stangen F6 geklaut hat und meinen leiblichen Vater kennenlernen wollte, somit meinen Urlaub um 1 Woche verlängert hab, dazu kam Staatzhetze, mein Urteil, 2 jahre 4 monate! ( Das Urteil wurde revidiert, also zur heutigen zeit wäre ich dafür nicht in den Bau gegangen!)
        Zum damaligen Zeitpunkt war ich eine der „Kriminellen“ , aber man muss sich diese Worte anhören?
        Ich hab soviel von 79-82 dort gesehen und erlebt, das ich noch heute Alpträume habe, ich kriegs einfach nicht hin diese Zeit zu verarbeiten. Erst viele Jahre später erfuhr ich, das meine Oma auch 1950 dort war, sie lebt leider nicht mehr, also kann ich keine Fragen stellen. Aber wenn jeder diese Antworten bekommt von jemandem hier auf diesem Blog, wird bei diesen Jugendlichen keiner bereit sein zu Reden!
        Ich hoffe nur, das dies alles wirklich nicht in Vergessenheit gerät, ob Nächtliches Wecken (ich steh heute noch manchmal im Bett), oder Schlägerein, Wasserzelle, Körperliche Gewalt… Etliche Namen haben sich förmlich bei mir eingebrannt, Fragen, die Unbeantwortet bleiben, Narben, die keiner Heilt….
        Diese Wand, die man um sich aufgebaut hat, nur um Ruhe zu haben, weil man ANGST hat, diese Wand zerschlägt irgendwann mal jemand, das man liebe an sich ranlassen kann? Geht das alles? Ich weiss es nicht.
        Ich möchte keinesfalls etwas Beschönigen, ich weiss ich hab was Unrechtes getan, aber ich denke nicht, das jemand das Recht hat so über jemanden zu urteilen wie diese dame hier, sie sollte ersteinmal Fragen stellen, BEVOR sie so Reagiert: Ich bin einfach nur sauer auf diese Reaktion!
        Ich halte seid 30 jahren!!!!! sehr nahen Kontakt zu einer Dame die kurz vor meiner damaligen Entlassung Freigekauft wurde,
        Auch sie hat Fragen, wir bauen uns Gegenseitig auf indem wir stundenlang Telefonieren…und man kann immer wieder Weinen, weil man es einfach nicht packt zu Vergessen oder zu Verzeihen! Und somit werde ich weiterhin nur der stille Mitleser sein! Euch allen wünsche ich viel Glück in eurem weiteren Leben:

  42. Vera.Tellschow@t-online.de sagt:

    Hatte zwar auch einen Kommentar geschrieben, aber habe ihn nicht mehr wiedergefunden, wieso nicht – ich war zwar nicht in Hoheneck, aber kenne den Begriff aus meiner U-Haftzeit 1973 wegen § 213 in Weimar auch, ein Schreckensgespenst. Ich war aber in Leipzig-Meusdorf, gegen meinen Willen. Wer wissen will warum soll mich anschreiben.

  43. Vera.Tellschow@t-online.de sagt:

    Gleich noch einen Kommentar hinterher, also meine Vorrednerin „Marion“ hat nicht ganz wahrheitsgemäß berichtet. Im Juli 1973 fanden zwar die Weltfestspiele in Berlin statt. Aber eine Amnestie gab es zu den Weltfestspielen überhaupt nicht. Da kann ich so richtig mitreden, ich war nämlich vom 31.07.73 bis 17.10.73 auch in Haft und alle Inhaftierten erwarteten eine Amnestie, weil Walter Ulbricht am 01.08.73 „die Hufe hochgemacht“ hat, aber es kam leider keine. Also bitte ein bischen wahrheitsgemäßer schreiben, sonst ist der Kommentar unglaubwürdig. Es ist schon schlimm genug, wenn man in Haft war, aber man muß nicht noch extra dick auftragen.

    • Bobo sagt:

      So sehe ich das auch,denn die die Amnestie war Oktober 1972 !
      Und wenn wir gerade dabei sind,das wahrheitsgemäß berichtet werden soll,so sollte hier manch einer seine Angaben überprüfen und richtig stellen. So mancher „Politische“ fügt hier so einiges hinzu oder lässt es ganz und gar unter den Tisch fallen. Dann gibt es Einige “ Politische“ die glauben das Recht zu haben,über Menschen zu urteilen und dabei nicht weniger schuldig sind. Amen…..

      • Vera Tellschow sagt:

        Es gab doch nicht nur Hoheneck in der DDR, auch in anderen Haftanstalten gings nicht zu wie in 2 Sterne-Hotels. Es gab auch „Damen“ die brüsteten sich noch mit ihrem 249er § und lachten die Politischen regelrecht aus. 1973 war es jedenfalls so.
        Glaube nicht, daß es sich später geändert haben sollte.

  44. franka sagt:

    ich suche ganz dringend aus der zeit 79-81 einige, hauptsächlich jedoch heike schuster, die in planet 2 untergebracht waren. ich war damals 18 jahre alt, eine jugendabt. gab es nicht, wir wurden wie alle andren auch behandelt. ich habe seid dieser zeit sehr guten kontakt und das wie man sieht seid über 30 jahren mit meiner besten freundin da drin karla fischer. sie hat mir sehr geholfen das alles zu überstehen. aber diese führungen in hoheneck schreien nach häftlingen, die orginaltreu erzählen. von wegen eine wasserzelle gab es nicht! ich wäre sehr dankbar, wenn ich infos bekommen könnte von heike schuster! auch habe ich kontakt zu einer andren dame, die mit mir auf der zelle 42 gelegen hat, von ihr habe ich erfahren, das sich einige nach der haftzeit das leben genommen haben! wann zieht man eigendlich die leute zur rechenschaft, die dafür zuständig sind? wie bekomme ich meine knastakte? mir wurde immer gesagt, diese wird nicht ausgehändigt? oder man kann diese auch nicht einsehen? wo kann ich mich hinwenden um diese einzusehen? vielen dank für antworten von euch, aber mich lässt diese zeit nicht los
    liebe grüsse franka

  45. Vera.Tellschow@t-online.de sagt:

    Haftakten sind teilweise noch vorhanden, in den Haftanstalten selbst, im jeweiligen Landesarchiv, wie z.B. in Thüringen. Im Haftkrankenhaus Leipzig-Meusdorf befand sich zum Glück noch meine Krankenakte, die ich 1999 selbst dort abholen konnte in Kopie. Einfach mal die Haftanstalt anschreiben und fragen.

  46. franka sagt:

    Ich habe damals in stollberg nachgehakt und mich erkundigt, dort sagte man mir, diese akten würde man nicht ausgehändigt bekommen! aber ich werde es nocmals versuchen dankeschön

    • Ellen Fischer sagt:

      Viele Haftakten aus Hoheneck befinden sich in der JVA Waldheim, dort habe ich die Akte meiner Oma einsehen dürfen und habe auch eine Kopie erhalten. Der dortige Archivar Jürgen Mulde ist sehr hilfsbereit.

      JVA Waldheim
      Dresdner Str. 1a
      04736 Waldheim

      Herzliche Grüsse
      Ellen

  47. Vera.Tellschow@t-online.de sagt:

    Die Akten werden in Kopien ausgehändigt. Man darf nur nicht locker lassen.

  48. Ramona Ludwig sagt:

    Guten Morgen, ich hatte bereits im Februar hier geschrieben und hatte den Rat bekommen, mir professionelle Hilfe zu suchen……ich denke, ich habe keine andere Wahl mehr……allein werd ich es nicht hin bekommen. Kann mir jetzt vielleicht jemand sagen, wo ich eventuell meine Gefängnisakte einsehen darf oder sie sogar bekomme?

    Dankeschön!
    Liebe Grüße

    Ramona L.

  49. Vera.Tellschow@t-online.de sagt:

    Bei der Anstalt, wo man gesessen anfragen, ob die Akten noch da sind.

  50. Dirk Lahrmann sagt:

    Für die in den Westen Freigekauften verwaltet das Bundesarchiv in West-Berlin die Gefangenenakten. Ansprechpartner ist Herrn Lamster.
    http://www.bundesarchiv.de/benutzung/sachbezug/personenbezogen_genealogie/01304/index.html.de
    Dort gibt es auch eine Übersicht über den Verbleib der Gefangenenakten von Verhafteten und Gefangenen der DDR.
    http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtddr/_bersicht__ber_den_verbleib_der_unterlagen_zum_strafvollzug.pdf
    Dank der personellen Kontinuität in der Polizei, Justiz und Strafvollzug sind die Ossi-Verwaltungen oftmals sehr unzugänglich.
    In den Gefangenenakten befinden sich auch die Bestrafungsmaßnahmen, wie Arrest, Briefverbot und Ähnliches. Die sattgefundenen Folterungen (Wasserzelle) hat man schönfärberisch umschrieben. Ich weiß auch nur von zwei Verurteilungen der schlagenden Wärter zu kleinen Freiheitsstrafen. Die BRD-Justiz hat in den letzten 20 Jahren alles getan um die DDR-Staatsverbrecher zu schützen. Viele der kriminellen Wärter sind heute Beamte eines „Rechtsstaates“
    Die Behandlung vieler DDR-Gefangener muss man als Folter bezeichnen. So auch die oben beschriebene Wasserzelle in Hoheneck. Leider ist Folter in der BRD kein Straftatbestand und wird verharmlosend als Körperverletzung geahndet.
    Dagegen gibt es eine Petition:
    https://www.openpetition.de/petition/online/folter-muss-in-das-deutsche-strafgesetzbuch-aufgnommen-werden
    Bereits seit 10 Jahren sind alle Straftaten der DDR-Verwaltung verjährt.
    Außer Mord und nach internationalem Recht gehört auch Folter dazu.
    Aber die deutsche BRD-Justiz wird alles in ihrer Macht stehende tun um eine Bestrafung der Täter zu verhindern.
    In Deutschland lohnt es sich halt Diener einer Diktatur zu sein.
    Noch nie ging es SED und Stasi so gut wie heute.
    75% der Opfer müssen in finanzieller Armut leben.
    Der Moor hat seine Schuldigkeit getan, der Moor kann gehen.
    Verkauft und verraten von Kohl und Konsorten!

  51. Dirk Lahrmann sagt:

    Hallo Franka,
    ich halte die von Ihnen beschriebenen Pöbel-Mails für eine Zersetzungsmaßnahme der immer noch hoch-aktiven Stasi-Seilschaften. Die geben sich als Bürgerrechtler oder Mitgefangene aus um dann Streit zu stiften. Vor allem wenn das Thema Folter aufkommt fangen die an zu pöbeln.
    Die komplette Aufarbeitungs-Industrie und Opferverbände sind von dem Stasi-Pack zersetzt.
    Seit der Machtergreifung von Merkel sind die Stasis wieder obenauf. Bei Interesse sende ich Ihnen weitere Infos. Dirk.Lahrmann@t-online.de

  52. Vera.Tellschow@t-online.de sagt:

    Es könnte sich u.U. um jemanden handeln, der selbst nicht als politisch Inhaftierter anerkannt wurde, es aber gerne möchte, evtl. um daraus Leistungen zu bekommen, die ihm aufgrund der Nichtanerkennung verwehrt bleiben.

    • Bobo sagt:

      Na in deiner ganzen Denkweise stimmt doch was nicht “ Vera“, denn der Mensch geht immer 99% von sich aus,also solltest du nicht von dir aus gehen. Schon an deinen Denkchema ist leicht zurekennen,das du auf dem verkehrten Weg bist und absolut nix dazu gelernt hast

  53. franka sagt:

    Entschuldigt bitte, ich wollte hier keine Welle der Empörung auslösen über die mails die ich bekam. Diese Frau hat extrem viel durchgemacht und ich habe den höchsten Respekt vor ihr, sie war nie ein Spitzel und wird dies auch nie sein!!!!
    Ich habe gegoogelt, was ich gelesen hab möchte niemand erleben!

  54. Dirk Lahrmann sagt:

    Die Welle der Empörung kommt nicht von ungefähr, denn viele Männer und Frauen die an die Öffentlichkeit treten, machen ähnliche Erfahrungen. Das Schlimme ist, dass trotz Internet, die meisten Opfer nicht begreifen, dass sie weiterhin Zielobjekt der von den Stasiseilschaften inszenierten Zersetzungsmaßnahmen sind.

  55. sigrid stoeffler sagt:

    sigrid stoeffler. auch ich musste 2 jahre in hoheneck verbringen , es war so , so schlimm. in dieser zeit hatte ich dort eine gute kameradin . jurek kratczek. kennt sie jemand

    • Maria Gruner sagt:

      Liebe Sigrid, hab jetzt erst deine Frage bemerkt. Ich war von 71 bis 73 in Hoheneck. Zur gleichen Zeit war Jurek (ihren richtigen Namen hab ich vergessen) auch in Jugendhaft. Sie war immer mit einem blonden, langhaarigen Mädchen zusammen. Bist du das? Mein Spitzname war dort Mizzi. Ich war mit Blacky und Daphne befreundet.Kann mich noch an einige Andere erinnern, Kontakt hab ich allerdinds zu niemandem mehr. Ich hab das ganze Elend Jahre zu verdrängen versucht, mit wenig Erfolg. Durch ein Erlebnis kam vor 2 Jahren Alles mit aller Macht wieder hoch! Daraufhin war ich 2Jahre krank, mit 5 monatigem Aufendhalt in einer Psychosomatischen Klinik. Seitdem ist nichts mehr wie es war. Man kann sagen dieses ehemalige Unrechtsregime hat mir mein Leben zweimal zerstört. Liebe Grüße Maria (Mizzi)

      • Susan Boeters sagt:

        Liebe Frau Gruner,
        ich suche nach Spuren meiner Schwiegermama. Sie hat nie über ihre Haftzeit gesprochen und ich hab mich nie getraut zu fragen. Nachdem ich nun weiß, daß sie in dieser Hölle war, erklärt sich manches. Es läßt mir keine Ruhe und ich will, daß ihre Kinder es erfahren und nichts, gar nichts soll vergessen werden. Sie war ein großartiger Mensch. Nun hab ich Ihren Beitrag entdeckt. Sie muß irgendwann 1970/1971 dort gewesen sein. Vielleicht schon Ende 69. Wir haben noch keine Akten,in der Familie weiß es auch keiner so genau. Aber sie hieß immer die „Schwarze“ wegen der dunklen Augen und Haare. Geboren am 16.5.53 in Magdeburg, Sylvia Zgola. Sie war 16 oder 17als sie dorthin kam, ein so schönes Mädchen. War sie die Blacky, die Sie kannten? Kann sich jemand an Sylvie erinnern? Es war wohl asozilales Verhalten und andere „Verbrechen“. Mir wurde gesagt, daß sie sich geweigert hat, eine Arbeit aufzunehmen, die sie nicht wollte.
        Es zerreißt mir das Herz wenn ich die Berichte lese und macht mich so unwahrscheinlich wütend. Ich bin 67 geboren, kann mich gut an diese roten,dummen Dreckstypen erinnern. Ich weiß sogar noch, wie sie riechen. Und man erkennt sie heute noch. Nicht alle, aber viele. Und wie sie unter ihrem Machtverlust leiden, zumindest die, die sonst nix könnten. Ich gönne es allen.
        Ich würde mich freuen, eine Nachricht zu erhalten.
        Viel Kraft und ganz liebe Grüße von Susi Boeters

  56. Elke sagt:

    Hallo Dirk,
    halte mich nicht für naiv aber warum sollten heute noch Stasiseilschaften Interesse an unserer Vergangenheit haben??
    Möglich das es die Stasi in kleinen Zellen noch gibt aber auch an
    denen nagt die Zeit wir werden alle nicht jünger und nachwachsende Idioten dafür fehlt mir die Vorstellungskraft.Ich habe zwar für etliche Kilometer zwischen dem Osten und mir gebracht trotzdem kann ich an so viel Dummheit nicht glauben
    Rechts hat mehr Zuspruch davon bin ich überzeugt und auch
    deren Anteil ist nicht besonders gefragt.Ich glaube mehr an Panikmache Deinerseits und das finde ich außerordentlich Besonders und frage mich warum?

  57. Dirk Lahrmann sagt:

    Hallo Elke,
    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Sie die Elke sind, die in diesem Gästebuch schon mehrfach geschrieben hat. Ich erwähne es, weil der Tenor in den oberen Schreiben ein etwas anderer ist.
    Erst mal meinen Glückwunsch zur richtigen Entscheidung die Zone auf immer und ewig zu verlassen.
    Ich selbst wurde 1983 freigekauft und lebte bis 1997 in Hamburg. In der Fehlannahme, dass sich im Osten etwas geändert hätte, ging ich 97 in die Zone zurück.
    Dabei musste ich feststellen das alte DDR-Verwaltungspersonal ist auch das Neue. Nur diesmal sitzen sie nicht nur in der SED sondern auch in allen anderen Parteien und Organisationen, nennen sich Demokraten, sind aber geistig moralisch die alten geblieben.
    Mit Ihrer Annahme, dass die DDR-Staatsfeinde nicht mehr verfolgt werden, von den alten, neuen „Genossen“ ist wohl der 20-jährigen Propaganda unserer Blöd-Medien geschuldet.
    Ich persönlich informiere mich hautsächlich übers Internet.
    Ihre Frage, wie komme ich zu meiner Einstellung, ist natürlich berechtigt.
    2007 stellte ich einen Antrag auf SED-Opferrente. Die zuständige Reha-Behörde in M-V ist das Schweriner Justizministerium. Die dort tätigen Juristen, die ich eher als Kriminelle bezeichnen würde, waren sich nicht zu schade meine Akten zu manipulieren, um eine bewusst herbeigeführte Fehlentscheidung zu treffen. Sie verweigerten mir die SED-Opferrente. Das war die Rache dafür, dass ich mich über die lange Bearbeitungszeit beschwert hatte. Ich musste also das Schweriner Justizministerium verklagen. Kurz nach Klageeinreichung zahlten sie dann rückwirkend und in voller Höhe. Das Verfahren wurde eingestellt, weil der Klagegrund entfiel.
    Empört über die vorgefallenen Ereignisse Aktenmanipulation, Urkundenfälschung und Rechtsbeugung beschwerte ich mich bei den Opfer-Organisationen, der Stasi-Beauftragten von M-V, dem Ministerpräsidenten, der Bundes-Justizministerin und reichte eine Petition in den Schweriner Landtag ein. Alles ohne Erfolg. Die kriminellen Machenschaften im Schweriner Justizministerium wurden von allen andern Dienststellen gedeckt.
    Wir haben es also nicht ist ein paar einzelnen Unverbesserlichen zu tun, sondern mit einem System, dass eine Weiterverfolgung der DDR-Diktaturopfer betreibt.
    Im Osten herrscht personelle Kontinuität. Inzwischen haben die Kinder und Enkel der Bonzen deren Posten, Privilegien und Geisteshaltung übernommen.
    Wenn Sie sich weiterführend informieren möchten, können Sie andere von mir geschriebene Artikel hier einsehen.
    http://www.sed.stasiopferinfo.com/phpBB2/search.php?search_author=August-13
    Mein dortiger Nickname ist „August-13“
    Dirk.Lahrmann@t-online.de

  58. Elke Renger sagt:

    Hallo Dirk,
    danke für Deine Antwort vielleicht bin ich wirklich etwas blauäugig
    was die jetzigen Verhältnisse im Osten betrifft,aber meine Einstellung hat das nicht geändert.Das man Dir so übel mitgespielt
    hat tut mir leid-mir ging es aber ähnlich-meine Anerkennung wude
    drei mal abgelehnt 1990,1996 und 2004 ich war am verzweifeln aber ich habe 2007 die Anträge nochmals eingereicht und nach
    der Bearbeitungszeit von 3 Jahren wurde ich anerkannt,sicher
    brauchst Du einen langen Atem und das schlimmste dabei du immer
    wieder an diese Sch…zeit erinnert.Meine Stasiakte konnte ich bis
    heute nicht einsehen-da glaube ich das die wirklich zurückgehalten
    werden aber das ist eine Frage des langen Atems ich werde auf jeden Fall keine Ruhe geben irgendwie muß es auch für Dich eine Möglichkeit geben Deine Anerkennung zu erreichen Du bist doch nicht allein es muß doch Menschen geben die das bezeugen können alle Unterlagen können auch die nicht vrnichten besonders wenn Du freigekauft wurdest versuchs noch mal!Du bist im Recht.
    Übrigens war ich noch nicht auf Deiner Seite aber ich hol das nach.
    Der 13.August war auch für meine Familie der Schiksalstag wir wurden im großen DDR-Gefängnis eingesperrt.LG Elke

  59. Elke sagt:

    Für Jene die so unendlich viel Leid erfahren haben-
    ich wünsche Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein
    gesundes Neues Jahr Elke

  60. Edda sagt:

    Hallo, mein Name ist Edda. Ich war im Dezember 1975 bis Juni 1976 mit meiner Mutter Anneliese in Hoheneck. Jetzt versuche ich an meine Gefängnisakte zu kommen, bisher ohne Erfolg. Habe in der JVA Waldheim kein Glück gehabt. Man hat mich ans MfS Berlin verwiesen. Ist das nicht die Stelle für die Stasi-Akten? Momentan versuche ich es übers Bundesarchiv Berlin. Kann mir jemand noch einen weiteren Tipp geben? Würde mich sehr freuen.

    LG Edda

  61. A.K. sagt:

    Hallo Edda, bei den ehemaligen Hoheneckerinnen, gibt es auch Menschen, die Dein Schicksal teilen. Vielleicht versuchst Du es dort einmal. Viel Glück!
    http://www.frauenkreis-hoheneckerinnen.de/start.htm
    Angelika

  62. Dirk Lahrmann sagt:

    Hallo Frau Edda
    Die Gefangenenakten der Strafvollzugseinrichtung Stollberg (Hoheneck) lagern in Waldheim oder der BStU in Berlin und von vielen Freigekauften auch im Bundesarchiv Berlin.
    Das Bundesarchiv hat eine pdf-Datei über den Verbleib aller Gefangenenakten der DDR erstellt.
    Dort sind alle Adressen und Anschriften verzeichnet.
    http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtddr/gefangenenakten_2012-10-30.pdf
    Zuständig im Bundesarchiv ist Herr Lamster, der auch bereitwillig Auskunft erteilt.
    Tel: 030-18-7770-522 Mail: s.lamster@bundesarchiv.de
    Mein Tipp ist es, falls Ihre Gefangenenakte nirgends auftaucht, auch im Strafvollzugs-Krankenhaus Leipzig (Meusdorf) nachzufragen. Dort wurden häufig die Gesundheits- und Gefangenenakten „versteckt“

  63. Vera.Tellschow@t-online.de sagt:

    Gesundheitsakten wurden im Haftkrankenhaus Leipzig-Meusdorf nicht versteckt, stimmt so nicht. Hatte 1997 oder 1998 meine Gesundheitsakte im Haftkrankenhaus Leipzig-Meusdorf selbst geholt. Hatte vorher bei der Wache einfach meine 10.4 Bescheinigung in den Kasten geworfen wortlos, darauf hin bekam ich die Auskunft, die Akten gäbe es noch. Ich forderte sie mir daraufhin schriftlich an und durfte Kopien machen.Ich hatte nicht gedacht, daß meine Akte dort noch vorhanden war. Denn ich war im September 1973 gegen meinen Willen im Haftkrankenhaus Leipzig-Meusdorf. Nicht weil ich krank war, sondern weil man mir nicht gestattete meine Schwangerschaft, war schon Ende der 12. Woche fortzusetzen. Ein medizinischer Grund lang jedoch nicht vor.

  64. Dirk Lahrmann sagt:

    Werte Frau Tellschow
    Mit dem in Anführungszeichen geschriebenen Wort „versteckte“ Gefangenenakte beziehe ich mich auf den Fall des Herrn Adam Lauks, den auch sie kennen.
    Er hat seine Gefangenenakte weder bei der BStU noch bei der zuständigen JVA, sondern im Haftkrankenhaus Leipzig –Meusdorf gefunden.
    Bei ihm hat man die Gefangenenakte, bei der Krankenakte „versteckt“
    http://adamlauks.wordpress.com/2011/04/01/haftkrankenhaus-meusdorf-wende-am-28-4-2010-strafvollzugsgesetz-der-brd-loste-die-dienstanweisungen-der-stasi-ab/
    Ich persönlich gehe davon aus, dass dies keine Schlamperei war, sondern Absicht und vielleicht kann man dort auch die Gefangenenakten anderer Personen finden!

  65. Sylke sagt:

    Hallo.
    Als die Mauer gebaut wurde war meine Oma im Westen und meine Mama im Osten und beide waren trotz der Mauer im Briefkontakt und jeder für sich glücklich. Oma hatte ihren neuen Mann (Opa ist verschollen und ist es immer noch) und Mama hatte Ihren Mann und Kind und die restliche Verwandtschaft.

    Meine Mama war in der Zeit von ungefähr 1970 bis 1977 hier inhaftiert. Sie redet nicht drüber, nur manchmal das sie dort war. Ich habe ihr einen TV-Bericht gezeigt und sie war zwischendurch in Gedanken versunken, aber dann sagt sie plötzlich: Davon weiß ich nichts.
    Das glaube ich ihr nicht, aber ehrlich gesagt würde ich das meiner Tochter auch nicht erzählen wollen. Ich bin mir sicher, das sie spüren davon getragen hat, auch wenn sie es nicht war haben will.
    Man hat sie nicht zu der Beerdigung von ihrer Mutter (meine Oma) reisen lassen, obwohl sie allein ohne Kinder und anderen Familienangehörigen reisen wollte. Sie konnte sich nicht mehr verabschieden und das ist eines der schlimmsten Sachen für sie. Als sie endlich fahren dürfte, war Oma beerdigt, sie wurde länger aufbewahrt für sie als üblich. Aber irgendwann lief sie aus und mußte begraben werden und Mama fand nur noch die Erde und hätte sie am liebsten ausgegraben.
    Bis dahin hatte sie nie den geringsten Flucht gedanken und war ein liebes Mäus-chen gewesen. Sie hatte eine Wohnung, Familie, Arbeit, Freunde und war glücklich.
    Und dann kam die Flucht und die Haft und der verkauf in den Westen.
    Mein Bruder ist mit Ihr in den Westen und meine Schwester durfte frei entscheiden und ist im Osten geblieben, bei Verwandten.
    Das meine Schwester heute sagt und meint, das Ihr das zu Recht geschehen ist und sie sich wegen der Beerdingung nicht so anstellen soll, ist für mich das widerlichste. HEUTE noch so zu denken.
    Sie hat immer nur an ihre Tochter dort gedacht und mich vor Ort, kaum wahrgenommen. Bis heute kann sie mich nicht in den Arm nehmen. (das meine ich mit Knacks).
    Wenn ich ihr weinend in die Arme falle, egal warum, dann drückt sie mich von ihr weg.
    Immer wenn ich sie zu einer Therapie bewegen will, spielt sie alles runter und meint ich würde übertreiben. Aber wenn ich übertreibe, warum muß ich über 30 Jahre darunter leiden, wenn ich doch im Westen geboren wurde und davon nichts real erlebt habe, ausser die Spuren die es in Ihr hinterlassen hat?
    Sie sagt sie hat meinen Vater geliebt (Geschieden) und würde mich Lieben, aber warum behandelt sie uns immer als wären wir Ihre Feinde und wollen Ihr schlechtes? (das meine ich mit Knacks)
    Papa hatte ihr bei der Flucht geholfen und war in einem russischen oder tschechischen Gefängnis und wurde viel später entlassen als sie, da man ihm unterstellte einer Organisation anzugehören und nicht glauben wollte, das er das alles allein organisiert hatte.

    Ich hoffe, das jemand zur selben Zeit dort war und mir vielleicht rat geben kann oder das ich jemanden finde, mit dem sie sich über das erlebte austauschen kann und mir hilft, sie zu überzeugen, das eine Therapie ihr helfen könnte, um das erlebte endlich zu verarbeiten.
    Alle paar Monate gibt es wegen allem möglichen solchen Streit, das wir Tage, manchmal Wochen nicht miteinander reden und das wird für mich immer unerträglicher und ich glaube für sie auch.
    Sie ist eine ganz liebe Seele und ich will ihr lieber irgendwie helfen statt sie im Stich zu lassen wie meine Geschwister.

    Seit Mitte April sind wir mal wieder zerstritten. Diesmal habe ich ihr gesagt: Solange sie keine Therapie macht, will ich keinen Kontakt mehr.
    Aber das kann nicht die Lösung sein und das tut mir selbst wahnsinnig weh.

    Ich glaube Sie war unter Ihrem Mädchennamen dort: Renate Bergmann.

    Ich bin Euch für jeden noch so kleinen Ratschlag dankbar.

    LG Sylke

    • Sylke sagt:

      Sorry, ein paar kleien Tippfehler in den Text geraten.

      Und eins muß ich noch genauer sagen: Mama war in der Anfangszeit der 70er dort, für 1-3 Jahre bis Sie verkauft wurde. Ich meine damit nur den Zeitraum von 1970 – 1977 um es einzugrenzen, weil ich selber den genauen Zeitraum nicht weiß, nur das es 1-3 Jahre waren.
      Glaube Sie hatte 3 Jahre bekommen und nach fast 2 Jahren wurde Sie verkauft.
      Und vielleicht weiß Mama etwas über jemanden den jemand anderes sucht oder erfahren möchte und vielleicht kann sie irgendetwas aufklären.
      Viele haben auch dort Ihre Kinder verloren (zb. Zwangsadoption) und den Kindern wurde vielleicht etwas anderes erzählt und kann dabei dem ein oder anderen vielleicht die wahrheit erzählen, wie schlimm es für die entsprechende Mama gewesen ist, ihr Kind weggenommen zu bekommen.
      Ich würde es erfahren wollen.

      Meine Schwester hatte immer Kontakt zu meiner Mama und hat jeden Monat Pakete bekommen und deshalb kann ich Ihre Haltung nicht verstehen und auch nicht akzeptieren

      Ich kann Sie nicht davon überzeugen sich Hilfe zu holen und hoffe, jemand kann helfen und Ihr vielleicht erzählen, das es gut getan hat oder so oder wo ich Hilfe bekomme.
      Unsere Familie ist komplett dran kaputt gegangen und ich bin am Ende meiner Kräfte.
      Wenn ich keine Hilfe finde, kann ich nur noch den Kontakt ganz abbrechen, aber das will ich nicht.

      Weiß jemand Rat oder kann irgendwie helfen?

      LG Sylke

      • Anke Jauch sagt:

        Anke Jauch sagt:
        Liebe Sylke, deine Zeilen machen mich betroffen, gerne versuche ich euch hilfreich zur Seite zu stehen. Der erste wichtigste Tipp: Kontakt zur Mama wieder aufnehmen! Bitte kontaktiere mich unter: anke.jauch@t-online.de. Aus eigener Erfahrung, 1980-81 in Hoheneck und eine liebevolle Haftfreundin welche Anfang der 70iger dort war, versuchen wir zu helfen.
        Herzliche Grüße, Kopf hoch!
        Anke Jauch

  66. Bernd sagt:

    PETITION

    16.05.2013 um 22:09 Uhr
    Von: Hartmut Richter
    h.w.h.richter@t-online.de

    Hallo,

    ich habe gerade eine mir sehr wichtige Petition auf der Petitions-Seite von Avaaz erstellt. Sie heißt:

    Verbot von politischen Symbolen, unter denen Unrecht geschehen ist

    Mir ist dieses Thema wirklich sehr wichtig, und mit Eurer Hilfe können wir wirklich etwas bewegen!

    Jede Unterschrift bringt uns unserem Ziel von 100 Unterschriften näher.
    Könnt ihr mir helfen und meine Petition unterzeichnen?

    Hier könnt ihr mehr erfahren und auch direkt unterschreiben:

    http://www.avaaz.org/de/petition/Verbot_von_politischen_Symbolen_unter_denen_Unrecht_geschehen_ist/?copy

    ► Verbot von politischen Symbolen, unter denen Unrecht geschehen ist

    Bitte leitet den Link zur Petition nach dem Unterschreiben auch an Eure Freunde weiter.

    Herzlichen Dank,

    Hartmut Richter

    Nachdem Sie Ihren Freunden gemailt haben, sollten Sie Ihre Petition noch weiter bekanntmachen, indem Sie sie auf Facebook teilen oder auch via Twitter versenden:
    > Verbot von politischen Symbolen, unter denen Unrecht geschehen ist

    Lassen Sie uns gemeinsam etwas verändern!

    Das Team der Avaaz-Bürgerpetitionen

  67. peggy kressmer sagt:

    Kennt niemand von euch meine freundin kerstin näser

  68. Vera Tellschow sagt:

    Was sollte ich denn dazulernen?

    • peggy kressmer sagt:

      Können sie mir weiterhelfen meine freundin zu finden sie war von 1993 bis 2008 in hoheneck.kerstin näser

      • franka sagt:

        prüfen sie bitte nochmal ihre angegebenen daten,der strafvollzug hoheneck wurde nur bis zum jahr 2000oder 2001 geführt,danach wurde er freigebeben und verkauft und dient heute nur noch zur besichtigung.

      • peggy kressmer sagt:

        Allso 1993 inhaftiert und als hoheneck geschlossen wurde weis ich nicht wohin mann sie verlegt hat.

  69. Vera Tellschow sagt:

    Sag ich doch, es gibt ehemalige Inhaftierte, die heute gerne als politisch inhaftiert gelten würden, warum wohl? andererseits wird mir vorgehalten, ich hätte nichts dazugelernt? Neid gab es schon in der Haft selbst, und wenn es nur um den Einkauf ging. Heute nach so vielen Jahren gibt’s den Neid in der Freiheit auch noch, man sollte es nicht für möglich halten.

  70. gisela sagt:

    Ein Gedicht in der Arrestzelle von Hoheneck entstanden.

    Ich habe viele Leben gelebt,als eine Blume als Wind als ein Vogel der durch die Lüfte schwingt,als ein Mensch,als eine Bestie,als Asche schon vergessen als Mensch.

  71. gisela sagt:

    Ich möchte noch einen Kommentar abgeben,ich war von 1980- 1984 in Hoheneck.Ich wurde als asozial und kriminell eingestuft,weil ich nicht den sozialistischen Normen entsprach.Ich habe niemanden was getan,ich habe wie es die Mode eben entsprach ein Flowerpower Leben geführt dieser sozialistische Mist hat mich nicht interessiert auch dafür ging man ins Gefängnis.Als ich so ca.2 Jahre schon verbüßt hatte holte mich auch die Stasi,ich sollte spitzeln mit der Aussicht auf vorzeitiger Entlassung habe ich natürlich nicht getan meine Einstellung war immer noch pazifistisch
    dann ging der Terror erst richtig los,denn ich hatte es den politischen erzählt.Ich bin nicht einen Tag eher gegangen und ich kann heute noch in den Spiegel schauen.

  72. Vera Tellschow sagt:

    Angaben können nicht stimmen. Nach der Wende wurde niemand mehr in Hoheneck eingesperrt.

  73. ramona ludwig sagt:

    93 kann niemand mehr dort inhaftiert worden sein. ich war 89 eine der letzten, die entlassen wurden. danach gab es garkeine politisch Inhaftierten mehr. Vera kannst du mir evtl sagen, warum das Gästebuch bei den Hoheneckerinnen geschlossen ist. ich habe jetzt fast zwei jahre gekämpft und auch ne therapie angefangen, aber ich komm nicht klar. ich hatte jetzt Hoffnung daß Biene mir weiter helfen könnte, aber ich habe keine Kontaktdaten mehr von ihr

  74. Vera Tellschow sagt:

    Das Gästebuch der Hoheneckerinnen wurde evtl. geschlossen, weil es zu viele Unstimmigkeiten zwischen den Hoheneckerinnen gegeben hatte oder auch noch immer gibt. Ich selbst war nicht in Hoheneck, aber die Probleme waren auch in anderen Haftanstalten nicht anders, vielleicht aber die Haftbedingungen.

  75. Ellen F. sagt:

    Das Gästebuch des Frauenkreises der Hoheneckerinnen wurde geschlossen, da der Verein aufgelöst worden ist, nachdem es Unstimmigkeiten bei den Vorstandswahlen gab. Ich finde es auch sehr schade, da im Gästebuch doch ein angenehmer Austausch stattfand.

    • hoheneck sagt:

      Ellen & Vera haben recht: Das Gästebuch der Hoheneckerinnen wurde aus den genannten Gründen geschlossen. Wer möchte, kann hier auf meinem Blog Nachrichten und Kommentare hinterlassen. Es ist für ALLE offen, sofern sie sich an die allgemein gültigen Regeln halten (keine Beleidigungen, keine rechte oder linke Propaganda etc.). Als Admin behalte ich mir das Recht vor, Kommentare vorher zu screenen bzw. auch zu löschen, wenn dies nötig wird. Danke für euer Verständnis.

  76. ramona ludwig sagt:

    dankeschön. was mach ich jetzt? allein bekomm ich das nicht hin. ich glaub nicht dar, daß mir irgendwein arzt helfen kann. der arzt in hoheneck meinte auch immer, er würde helfen und war ein monster. und ich war zu feige biene anzurufen, obwohl sie mir mehrmals geschrieben hatte.aber langsam bin ich mir sicher; um so länger ich warte und alles vor mir herschiebe, um so schlimmer wird eine aufarbeitung. ich hasse diese momente, in denen ich durch irgendeinen umstand in die zeit von damals zurück versetzt werde

  77. Edith Weise sagt:

    Hallo
    Ich saß von 1984-1985
    Würde mich über Kontakte die zu der selben Zeit saßen freun

    • gabriele böttger sagt:

      Hallo, ich war von 1984-1985 in Hoheneck .Habe bis vor kurzem
      alles verdrängt Heute bin ich mit meinen Kindern ( mein Sohn war damals 1 Jahr als ich inhaftiert wurde ) zu einer Führung gefahren. Als ich da rein gelaufen bin habe ich am ganzen Körber gezittert und ich musste heulen wie ein kleines Kind.
      Im Moment bin ich dabei alles aufzuarbeiten. Ist das nicht ein Witz nach 30 Jahren? Ich war politisch inhaftiert und wurde 1985
      freigekauft. Der Verwahrraum in dem ich lag war mit vielen Insassen belegt. An 2-3 Namen kann ich mich wieder erinnern.
      Eine Monika Zerfass, Regina Thomalla eine Ines mit langen Haaren und eine Poldi?. Wir mussten Bettwäsche nähen.
      Mal abwarten wie es mit meiner Verarbeitung weiter geht.
      Im Augenblick habe ich beim schreiben Tränen in den Augen und mein Herz klopft wie verrückt.Es war ein anstrengender und aufregender Tag. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn sich jemand meldet.

  78. franka sagt:

    in facebook gibts eine seite

    https://www.facebook.com/groups/363000067162128/426211660840968/?notif_t=group_comment_reply

    eine weitere seite

    https://www.facebook.com/groups/783630541662461/

    man findet evtl. ehemalige insassinnen wieder aus dieser zeit. man würde sich über kontakte sehr freuen.

    ganz liebe grüsse

  79. Andrea Löffler sagt:

    Hallo wer kennt mich?
    Andrea Löffler, ich wurde am 28.Januar 84 mit meinem Mann Thomas in Dresden verhaftet. Ende März 84 bin ich nach Hoheneck gekommen. Mein Mann Thomas ist am 31.Mai 84 in Haft (Naumburg) verstorben. Am 26.Juli 84 durften mich meine Eltern in Hoheneck abholen. Ich habe die volle Haftzeit von 6 Monaten ab gesessen. Jedoch hat mann mich nicht in die BRD ausreisen lassen. Am 22.Juli 87 wurde ich erneut inhaftiert (§ 214) am 12.Dezember 87 wurde ich durch die Amnestie in die DDR entlassen. Nach Drohungen bei meinem Anwalt und Abteilung für Inneres in Dresden hat mann mich am 08.April 88 in die BRD ausreisen lassen. Da der Tod meines Mannes in Hoheneck bekannt
    war, kam ich bei der zweiten Inhaftierung, nach Hohenleuben ins Gefängnis.
    Wer kann sich an mich erinnern?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Der Tod meines Mannes, mit nur 34 Jahren, ist bis heute ungeklärt.

  80. N. Koshofer sagt:

    Hallo!
    Ich bin eine Autorin und Regisseurin, die hauptsächlich für das öffentlich-rechtliche Fernsehen arbeitet. Für eine MDR-Produktion (Geschichte Mitteldeutschlands) über Wolfgang Vogel und den Häftlingsaustausch bin ich auf der Suche nach Frauen, die in Hoheneck inhaftiert waren, Ende der 70er Jahre freigekauft (am liebsten 1977) und über Kaßberg mit dem Bus in den Westen gebracht wurden. Würde mich sehr freuen, wenn sich auf diesem Wege jemand finden würde.

    • Vera Tellschow sagt:

      Hallo, Frau Koshofer, warum geht es eigentlich immer fast nur um Hoheneck? es gibt andere Schicksale, aus früheren Jahren und anderen Haftanstalten, die nicht weniger Wert sind darüber zu berichten, wie über Freikauf. Schreiben Sie lieber über das Haftkrankenhaus Leipzig-Meusdorf, ich kann Ihnen dazu so einiges sagen.

      • Martina sagt:

        Ja in Haftkrankenhaus Leipzig war ich auch wegen Suizid Versuch . Wir die politisch dort waren wurden auch dementsprechend behandelt . Es war nicht angenehm 😦

    • Nicole Knaack sagt:

      Guten Tag Frau Koshofer, ich wurde 1980 ferigekauft und war von 1978-80 inhaftiert. Sie können mit mir Kontakt aufnehmen unter 0151/44554634 oder 040/69092010

  81. franka sagt:

    andrea löffler, schreib mich bitte an unter hexe.4@hotmail.de liebe grüsse

  82. Martina sagt:

    Hallo schön das es so ein Forum gibt doch ich lese nur über Jahrgänge wo ich wieder draußen war. Ich war 1968 -1970 eingesperrt. Man kann einfach nichts vergessen und wenn man mal vergißt sind es Alpträume die einen wieder dran erinnern oder gewisse Dinge wo man Flashbacks bekommt. Auch kann ich nicht über die Haft reden da es mich nervlich kaputt macht. Nur ein Satz und die Tränen fließen , ich schäme mich sosehr dafür. Was sie nicht in Haft geschafft haben ,haben sie nun geschafft. Ich hatte auch vor einiges niederzuschreiben doch ich kann es einfach nicht . Die Wunden klaffen zuweit auf und ich komme nicht zur Ruhe.
    Euch alles Gute 🍀

  83. franka sagt:

    hallo liebe martina, in facebook im hohenecker frauenkreis sind einige frauen aus hoheneck, die auch durch diese hölle gelaufen sind. ich wünsch dir alles liebe und gute

    • Martina sagt:

      Hallo liebe Franka, ja es war die Hölle die wir durchleben mußten und ich werde es nie vergessen können da die Träume es immer und immer wieder zurück holen. Sie konnten meinem Stolz nicht brechen und ich glaubte auch nicht daran das ich nun doch gebrochen bin. Der Haß auf diese Menschen wird nicht vergehen, selbst dann nicht wenn ich es wollte. Ich bin grad 18 Jahre geworden und kam in das Zuchthaus nur weil ich gegen diesen Staat war .
      Ich wünsche Dir alles Glück der Welt 🍀

  84. franka sagt:

    schreib mich bitte an unter hexe4@hotmail.de, vieleicht kennen wir jemanden gemeinsamen lg

  85. Johne720 sagt:

    Its actually a nice and helpful piece of information. Im glad that you shared this useful information with us. Please keep us up to date like this. Thanks for sharing.

  86. Anne sagt:

    Hallo an alle,
    ich bin schon sehr lange stille Leserin dieser Seite.
    Habe mich bisher nicht getraut, hier zu schreiben, weil ich in der DDR nicht verhaftet wurde. Trotzdem wurde ich viele Jahre, auch noch weit nach der Wende, von der Stasi „bearbeitet“. Ich war u.a. Ausreiseantragstellerin. Habe den Antrag allerdings, weil man mir drohte, mein Kind wegzunehmen, wieder zurückgezogen. Erst 1993 zog ich in den Westen. Heute lebe ich in der Nähe von Landshut. Ich würde mich freuen, wenn ich Kontakt zu Frauen in und um Landshut bekäme, die auch jahrelang von der Stasi zersetzt wurden und darüber sprechen möchten.
    Ich wünsche allen Betroffenen alles Gute. Möge die Aufarbeitung helfen, damit es allen seelisch etwas besser geht.

    • hoheneck sagt:

      Hallo Anne, schön, dass du dich gemeldet hast! Ich hoffe, es melden sich einige Frauen, die in deiner Nähe wohnen… Alles Liebe, Birgit

  87. Gabriele Annegret Püschel sagt:

    Hallo, gut, dass es wieder ein Forum gibt. Ich suche immernoch Frauen, die von 1977 bis 1978 in Hoheneck waren und sich austauschen möchten.
    Vielleicht meldet Ihr Euch? Ich würde mich freuen…
    LG Gabi

  88. Wolf Buhrmann sagt:

    Meine Frage zum Frauengefängnis Hoheneck.
    Wurden jemals die Wachtmeisterinnen oder wie man diese Aufseher sonnst nennen soll, JEMALS zur RECHENSCHSFT wegen ihrer Taten gezogen?

    wolf463@aol.com

    Gruss W.Buhrmann

    • hoheneck sagt:

      Hallo Herr Buhrmann,
      uns ist aktuell nichts bekannt, dass ehemalige Hohzeneck-Aufseherinnen zur Rechenschaft gezogen wurden.
      Beste Grüße,
      B. Schlicke

  89. DIETRICH sagt:

    Ich habe gerade den BEITRAG IM DRITTEN ROGRAMM GESEHEN. Ich denke die BRD ist der Rechtsnachvollger der DDR? WIEDERVEREINIGUNG hieß es doch. Aber die WOLLEN dann davon nichts wissen. NUR WENN ES WAS GIBT. GELD, LOBBY, SEILSCHAFTEN. DIe Tätzer speist man mit einen schönen RENTE ab (ich sehe es ja beimeinen NAchbarn) und die Arbeiter und Opfer werdebn veröhnt. Gut nur,. das die auch nicht glücklich sind, naja Einige von denen. Für die verseuchten Böden etc. kommen Sie doch auch auf. Die Bundesregierungen haben es gewusst und nun sind alle UNWISSEND und wollen aufarbeiten, was SIe in den Archiven haben. Augenwischerei, Massen ruhig halten und es ist wie nach den Nazis. In weitern 25 Jahren werden noch weitere Dinge ans Licht kommen.
    Wenn ich schon höre: ICh war nur ein kleines Rad im Getriebe und was hätte ich denn tun sollen, da sage ich: Mit Dikaturen macht man keine Geschäfte und das Getriebe fällt ohne kleine Rädchen auseinander! Alle hätten mal mehr Menschlichkeit zeigen sollen. Aber vielleicht ist ja das Menschlichkeit, wo wir immer denken das ist GUT. Sicher sind es nicht die Menschen, eher die TIERE, die sozial sind. Ich könnte über soviel Bigotterie KOTZEN.
    WER WILL DER FINDET WEGE UND WER NICHT WILL AUSREDEN. Das können Politiker, Täter udn Konzerne (und die Nenne ich gern, bis auch wenige Ausnahmen) in einem Zug GUT!

  90. Inge Naumann sagt:

    Hallo Birgit, kennst du eine Elke Renger, geb. 1957/ Schwalbach wohnhaft, sie war 1988 in Hoheneck inhaftiert und wird von ihrer Tochter gesucht. Mir persönlich ist sie nicht bekannt, sie war aber Mitglied im Frauenkreis. Vielleicht kennst du noch Frauen, die sie kennen könnten. Danke.
    Inge Naumann

  91. Jürgen Honig sagt:

    Mein Name ist Jürgen Honig, ich wohne in Schweden.
    Ich möchte gern mit Gesine Overkamp in Kontakt kommen.
    Ich schreibe an einem Artikel über den „IM Thomas“, bürgerlich Aleksander Radler, zuletzt Geistlicher in Schweden, durch dessen Verrat sie wegen Vorbereitung zur Republikflucht zu Gefängnis verurteilt wurde.
    Bitten möchte ich sie um Auskunft, welches DDR-Gericht sie und die fünf Kommilitonen verurteilt, sowie um Bestätigung, dass sie in Hoheneck einsaß.
    Besten Dank im Voraus.
    Freundliche Grüße aus Stockholm
    Jürgen Honig

  92. Heidinger sagt:

    Guten Morgen,
    seit geraumer Zeit setze ich mich mit einem Teil meiner Geschichte auseinander.
    Damals als 14 Jährige versuchte ich zu verstehen wie es zum Holocaust kommen konnte, warum man weg gesehen hat , wie Menschen so brutal sein konnten.
    Nun versuche ich zu verstehen was in der DDR passiert ist!
    Ihr Buch fand ich durch Zufall als ich in der Gedenkstätte Hohenschönhausen war.
    Schrecklich!
    Aber ….wie sie in ihrem Buch erwähnten….es wird alles schön geredet.. so war das alles nicht. .etc…
    Als ich engen Verwandten von meinem Besuch erzählte meinte man gleich zu mir,
    „Ich solle das bloß nicht glauben, was man mir dort erzählt hat.“
    Nun durchforste ich weitere Bücher,in der Hoffnung zu verstehen. …aber Unrecht bleibt Unrecht.

    • petra0654 sagt:

      Den Vergleich finde ich sehr passend, doch ich wage nicht mehr, diesen anzuwenden, weil mich die abwertenden Reaktionen der Zuhörer verletzen. Denn offenbar will keiner glauben und schon gar nicht wissen, was wirklich unter dem SED-Regime für grausame Dinge passierten, wie fürchterlich die Menschen absichtlich gequält wurden und wie viele Familien durch Zwangsadoptionen auseinander gerissen und zerstört wurden.

  93. Ute Lehradt sagt:

    Hallo,
    ich bin auf der Suche nach einer Insassin in den ca. Ende 1940er/1950er Jahren. Gibt es vielleicht eine namentliche Aufstellung? Sie hieß Melitta, geb. Müller. Sie ist Anfang der 60er Jahren an den Folgen der Haft gestorben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ute Lehradt

  94. Emily Paul sagt:

    Hallo. Ich werde von Januar 2017 bis Anfang März 2017 meine Facharbeit über Hoheneck schreiben. Ich würde gerne eine Zeitzeugin befragen, um meine Facharbeit so ein wenig persönlicher zu gestalten. Kennt jemand eine Zeitzeugin oder weiß jemand, wie man Zeitzeuginnen befragen könnte?
    Liebe Grüße,
    Emily Paul

    • Birgit sagt:

      Hallo Emily, ich war von 1984/1985 in Hoheneck, meine emailadresse ist info@birgitgrapentin.com. Es gibt auch eine Facebookgruppe „Frauenkreis der Hoheneckerinnen,“ dort sind einige Frauen Mitglied, die dir sicher auch gerne Fragen beantworten. Liebe Greusse aus Australien, Birgit

  95. Roswitha Schindler sagt:

    Hallo an alle habe nur mal eine Frage, ich saß 4 Jahre und 8 Monate in Hoheneck aber nur wegen Diebstahl und Früher genannt Asoziales Verhalten.Kann ich da auch Opfergeld beantragen und bitte wo kann ich Kontakt aufnehmen (tel.)oder Emailaderesse.
    Danke schon mal
    Roswitha

  96. Dirk Rockstroh sagt:

    Hallo, ich bin auf der Suche nach Informationen über meine Mutter
    Annegret Rockstroh geb. Ebeling.
    Sie war Häftling in Hoheneck von
    1967-1979 u. i.d.Z mit mir Schwanger. Ich bin ihr Sohn Dirk Rockstroh und wurde nach der Entbindung zur Zwangsadoption frei gegeben. Und dazu gleich meine Frage: Warum ist mein Geburtort Leipzig, wenn meine Mutter jedoch in Hoheneck inhaft war. Ich hätte das große Glück und habe meine Mutter vor ein paar Jahren kennenlernen dürfen. Meine Mutter hat die Haftzeit und die s.g. Wende gar nicht gut verkraftet. Leidet heute an schweren Depression und Psychosen. Wenn ich sie Frage warum mein Geburtort Leipzig ist sagt sie sie weiß von der gesamten Haftzeit nix mehr. Wenn ich sie besuche erkennt sie mich mal und mal weiß sie nicht mehr wer ich bin.
    Sie sagte mir nur das sie in der Matratzenherstellung gearbeitet hat und hat Nähen gelernt. So haben wir heute ein gutes Verhältnis aber diese Frage beschäftigt mich eben. Vielleicht kann sich jemand an meine Mutter und ihre Zeit in Hoheneck erinnern. Sie weiß nicht mal mehr warum sie ein so hohes Strafmaß erhalten hat. Strafmaß war eigentlich 15 Jahre, kam aber nach 12 Jahren frei. Vielen Dank im voraus.
    MfG Dirk Rockstroh

  97. Astrid Alt sagt:

    Hallo ,ich bin auf der suche nach Hoheneckerin in der Zeit von März 1974 bis Nov 1974 und zwar von der Abteilung für Jugendlichen ich weis leider nicht mehr alle Namen Außer Gisela Richter Gaby Kardur eine Monika und eine Sabine wir hatten alles bei Esda Strumpfhosen genäht

  98. petra0654 sagt:

    Guten Tag – als mein Arbeitsplatz vor einem guten Jahr komplett vergittert wurde, bekam ich heftige Panikanfälle und alle so erfolgreich verdrängten Erinnerungen an meine schlimme Zeit (November 1980 bis Juli 1981) in Hoheneck war unerträglich gegenwärtig. Ich kann seitdem keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen und keine Geschäfte mit automatischen Türen betreten oder fensterlose Räume wie Kino u.a. betreten. Ich bin seitdem krank geschrieben und in psychiatrischer Behandlung.

    Während der Haftzeit habe ich aus Selbsterhaltungstrieb Gefühle nicht zugelassen, sondern nur so gut wie möglich funktioniert. Mein Mann und mein Bruder saßen in Brandenburg, unsere Kinder konnten meine Eltern aus dem Heim holen und zwei Jahre betreuen.

    Ich schrieb über die Flucht und Verhaftung mehrere Kurzgeschichten und über mein unterdrücktes „Leben“ in der DDR den biografischen Roman „Ein halbes Leben“, das mit dem Freikauf endet.

  99. Grit Preiß sagt:

    Hallo, ich suche meine leibliche Mutter Edeltraud Preiß geb. 1951 in Köln, mehr weiß ich nicht. Sie war 1974 in Hoheneck inhaftiert, wie lange? Ich wurde zur Zwangsadoption frei gegeben. Vielleicht kannte sie jemand und kann sich an sie erinnern.
    Mfg Grit Preiß

  100. Liebe Petra hast du in Dresden in U-haft gesessen? liebe Grüße Angelika

  101. MIchael Enrico sagt:

    Ich bin im Januar 1974 in Stollberg evtl. sogar in Hoheneck geboren. Vielleicht kann sich ja jemand an eine schwangere Karin Schmidt als Häftling erinnern?

  102. Julchen sagt:

    ich war von 1981 bis 1983 in Planet II. Habe damals einen Haftbericht geschrieben…gleich als ich rauskam…jemand interessiert, ehe es vergessen wird!

    • hoheneck sagt:

      Hallo – wenn du mir deinen Bericht schicken möchtest, kann ich ihn hier gern veröffentlichen in der Rubrik „Schicksale“. Viele Grüße, Birgit (Admin)

  103. Angela sagt:

    Hallo zusammen, ich suche Zeitzeugen mit denen meine Mutter zusammen inhaftiert war. Habe erst kürzlich erfahren, dass sie auch in Bautzen im Gefängnis war. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie in Hoheneck einsitzen musste. Meine Mutter ist leider im März 2015 verstorben, dann trat meine Schwester im Oktober 2016 in meine Leben, nach 35 Jahren. Jetzt stehen wir beide da und versuchen nachzuvollziehen, was meine Mutter bewegt hat, meine Schwester zur Adoption frei zugeben bzw.stellt sich die Frage, war diese Adoption freiwillig.

    Meine Mutter hieß Marlies, Spitznamen waren Trixi und Ringo. Sie hatte mehrere Tattoos am Körper. An den Unter- und Oberarmen und Schienbeinen. Auch drei Punkte zwischen Zeigefinger und Daumen. Sie hatte braun/schwarzes Haar, braune Augen. Eine größere Narbe durch die linke Augenbraue und sie war ca.25 Jahre alt.

    Ich weiß leider nicht genau, wann sie in Bautzen war. Aber vielleicht fällt der Einen oder Anderen etwas ein?

    Ich bedanke mich recht herzlich.

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