Grosses Interesse an Schicksalen

Schloss Hoheneck: Berichte von Zeitzeugen gefragt

Stollberg. Die Kritik einer Besucherin aus Eibenstock, die während ihres Besuches auf Schloss Hohen-eck am vergangenen Sonntag die Möglichkeit des Kontaktes zu Zeitzeugen vermisst hatte, war unberechtigt. Denn zur Veranstaltung der „Schlössertour“ bestand durchaus die Möglichkeit, mit Menschen zu sprechen, die das frühere Frauengefängnis Hoheneck aus eigenem Erleben kennen. Vier ehemals politische Gefangene dieses Ortes standen den Besuchern im Kino- und Veranstaltungssaal den gesamten Tag Rede und Antwort über das Erlebte: Annemarie Krause, Konstanze Helber, Rosel Werl und Edda Schönherz.
„Der Saal war ständig mit interessierten Menschen, die etwas von unserem Schicksal erfahren wollten, überfüllt“, erinnert sich beispielsweise Edda Schönherz, die heute als Autorin, Zeitzeugenreferentin für politische Bildung unter anderem in der Gedenkstätte Hohenschönhausen-Berlin und im Förderverein Gedenkstätte Hoheneck aktiv ist.
Der Auftakt der „Schlössertour 2015“ von „Freie Presse“ hatte rund 2000 Besucher in das einstige Stollberger DDR-Frauengefängnis gelockt, die sich ein Bild von den Haftbedingungen machen wollten. Die nächste Station der „Schlössertour“ führt morgen auf Gut Neumark im Vogtland. (vh)

Erschienen in FREIE PRESSE, 26.7.2014
http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/STOLLBERG/Grosses-Interesse-an-Schicksalen-artikel8918412.php

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