Konzept und Teilabriss für Schloss geplant

18. April 2011

[…] „Wir erarbeiten ein Konzept der Nutzbarkeit in Verbindung damit, die Geschichte dort lebendig zu halten und als Mahnung stehen zu lassen“ [Zitat: Schloss-Besitzer Bernhard Freiberger; Amn. d. Webmasters] Er kann sich eine Mischung aus Gedenkstätte und einer Nutzung vorstellen, die sich mit der Historie verträgt. „Ein Beispiel wäre ein Staatsarchiv. Wir haben schon mit dem sächsischen Justizminister Kontakt aufgenommen.“

Ein Miteinander schien vor einiger Zeit noch undenkbar, denn das Tischtuch beider Parteien schien für immer zerschnitten. Freiberger versuchte das Objekt zu vermarkten („Männertag im Frauenknast“), der Frauenkreis der ehemaligen Hoheneck-Haftinsassinnen ging auch deshalb auf die Barrikaden.

Der Streit aber scheint beigelegt. „Wir haben letzte Woche ein gutes Gespräch mit dem Besitzer gehabt“, sagt Wolfgang Holzapfel, der Sprecher des Frauenkreises. Holzapfel spricht von „genügend Schnittstellen“ und von „Konsens“. Und dann deutete er an, dass aus dem berüchtigten Ex-Frauengefängnis durchaus eine Gedenk- und Begegnungsstätte entstehen könnte, die möglicherweise über eine Stiftung organisiert wird. „Beide Seiten haben in der Vergangenheit viele Dinge nicht so richtig gemacht, aber jetzt sind wir auf einem guten Weg“, so Holzapfel weiter.

Quelle: Jan Oechsner, FREIE PRESSE, 11.04.2011 

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