Gysi: SED-Opferverband fordert gesetzliche Konsequenzen

22. Januar 2011

Nach der Ausstrahlung der Sendung „Die Akte Gysi“ am 20.01.2011, 23:30 Uhr, in der ARD hat sich die Vereinigung 17. Juni in einem Brief an den Präsidenten des Deutschen  Bundestages gewandt und dringend Konsequenzen durch das Parlament angemahnt.

In dem Schreiben an Prof. Dr. Lammert (CDU) führt der Vorstand aus, der Deutsche Bundestag solle „unabhängig einer rechtlichen  Würdigung auf eine erneute eingehende Prüfung hinwirken, ob und inwieweit Herr Dr. Gregor Gysi unter Verletzung seiner Anwaltspflichten und der ihr innewohnenden Schweigepflicht für das einstige Ministerium für Staatssicherheit der ehem. DDR Verpflichtungen eingegangen ist oder auch – evtl. im vorauseilenden Gehorsam – dem MfS Berichte unter Verletzung seiner Pflichten zum Schaden der ihm anvertrauten Mandanten geliefert hat.“


Memo

19. Januar 2011

[…] Eine überraschende Debatte hat auch Gesine Lötzsch, die Vorsitzende der Linkspartei, entfacht. Dabei schrieb sie doch nur, was sie dachte, dass nämlich Kommunismus besser sei als Demokratie. Die Maskenträger unter den SED-PDS-Linksparteigenossen tanzen seither zwar das Menuett der Relativierung. In Wahrheit aber liegt Frau Lötzsch auf Linie. Die Linkspartei ist nun einmal die direkte Nachfolgepartei der SED-Mauerbauertruppe. Sie will eine andere Republik, und sie legt über die Folterkeller der kommunistischen Gulag-Gesellschaften einen blutroten Mantel des Schweigens.

Lieber feiert man die Ikonen der eigenen Ideologie. Eine Reise durch Ostdeutschland zeigt die Wirkmacht dieser Strategie. Da sind 596 Straßen nach Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht benannt. Der frühere KPD-Vorsitzende, Stalin-Verehrer und Demokratiefeind Ernst Thälmann gibt sogar 613 Straßen und Plätzen seinen Namen. Jedes Navigationssystem zeigt Ostdeutschland auch 2011 noch als Thälmann-Land.

220-mal bewahren sogar „Straßen der Freundschaft“ den „Bruderbund mit der Sowjetunion“, wie ihn Rosa Luxemburg schon in den ersten Mord-Orgien der Bolschewisten gepriesen hat.

Nach Rosa Luxemburg heißt ja auch die Parteistiftung der Linkspartei, was wir hinnehmen, als sei das normal. Dabei empfahl die geistige Mutter ihren Genossen schon, was Frau Lötzsch nun wiedergibt: „Sozialismus heißt nicht, sich in ein Parlament zusammensetzen und Gesetze beschließen, Sozialismus bedeutet für uns Niederwerfung der herrschenden Klassen mit der ganzen Brutalität.“

Eigentlich war bereits damals klar, was Winston Churchill später auf den Punkt brachte: Der Sozialismus ist keine Utopie, sondern eine Tragödie.

(Quelle: Focus, Wolfram Weiner)


Präsident spricht Klartext

19. Januar 2011

Ein Bundespräsident soll klar Stellung beziehen; nur in die Tagespolitik einmischen soll er sich nicht.

Das ist nicht immer ganz einfach. Aber Christian Wulff hat bei der Eröffnung der neuen Stasi-Ausstellung in Berlin gezeigt, wie man Klartext sprechen kann, ohne Parteipolitik zu machen.

Der Appell des Bundespräsidenten lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig:

Schluss mit der Verherrlichung und Verharmlosung der SED-Diktatur!

Schluss mit der Verhöhnung der Opfer des DDR-Regimes!

Schluss mit jeglichem Verständnis für die Handlanger von SED und Stasi!

Hier sprach ein Westdeutscher, der sich mit dem Unrecht im Osten des Landes nie abgefunden hatte. Hier sprach ein entschiedener Gegner von totalitären Regimes. Hier sprach ein Demokrat im Namen der ganz großen Mehrheit der Bürger.

Die klaren Worte des Bundespräsidenten kamen zur rechten Zeit.

Sie waren eine deutliche Antwort an alle, die 21 Jahre nach dem Mauerfall schon wieder „Wege zum Kommunismus“ suchen.

(Quelle: HUGO MÜLLER-VOGG)


Linksextreme schlagen SED-Opfer blutig

9. Januar 2011

SED-Opferverband VOS protestiert gegen Lötzsch-Äußerungen

Erinnerung an 100 Mio Kommunismus-Tote
Linksextremisten haben am Abend vor der URANIA in Berlin friedlich protestierende SED-Opfer blutig geschlagen. Der Vorfall wurde von Kamerateams beobachtet. Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht LINKEn“ hatten Aktivisten der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) mit Plakaten an die rund 100 Millionen Menschen erinnert, die in kommunistischen Regimen umgebracht wurden. (siehe Foto) Unter den Teilnehmern war auch die frühere DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld. Der Berliner VOS-Vorsitzende Dr. Frieder Weiße erlitt eine Augenverletzung. Der bekannte DDR-Zeitzeuge Mario Röllig, der früher auch aus politischen Gründen inhaftiert war, wurde ebenso blutig geschlagen.

Hugo Diederich, stellv. VOS-Bundesvorsitzender, erklärt:

„Wir sind bestürzt, dass die Linken mit der Antifa-Fahne in der Hand friedliche Menschen verprügeln. Die Szenen erinnern an die DDR, wo ein friedlicher Protest Andersdenkender auch verhindert wurde. Wir gehen davon aus, dass die Polizei anhand ihrer Videoaufzeichnungen die Täter ermittelt, gegen die wir uns Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung vorbehalten.“

Auslöser des Protestes der SED-Opfer waren Äußerungen von LINKE-Chefin Lötzsch, die erklärt hatte, in Deutschland müssten „Wege zum Kommunismus“ ausprobiert werden, „ob in der Regierung oder der Opposition“.

Hugo Diederich, erklärt weiter:

„Es ist grotesk, wenn Frau Lötzsch heute in Hamburg sagt, ihre Partei habe unwiderruflich mit dem Stalinismus gebrochen, sich kurz darauf aber in der URANIA in Berlin mit der früheren RAF-Terroristin Viett und der DKP-Vorsitzenden Jürgensen zum Talk auf eine Bühne begibt. Die Sonntagsreden von Frau Lötzsch stimmen leider nicht mit ihren Taten überein.“

Der SED-Opferverband kritisierte, dass die LINKE-Chefin auch heute keine Entschuldigung ihrer Partei für ihre Verbrechen der SED-Diktatur ausgesprochen habe. Erklärungsbedürftig findet die VOS auch die Tatsache, dass die URANIA ihre Tore –wie es hieß- ausgerechnet für die Extremisten aus der ewiggestrigen Ecke öffnet.

Quelle: Vereinigung der ehemaligen politischen Häftlinge – Opfer des Stalinismus e.V.

SED-Opfer protestieren - Bild kurz vor linksextremem Angriff aufgenommen


Protest gegen LINKE

8. Januar 2011

Kommunismus-Debatte – VOS widerspricht Lötzsch

SED-Opferverband kündigt Protest an
Die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) hat heutigen Äußerungen von LINKE-Chefin Lötzsch widersprochen, ihre Partei habe mit dem Stalinismus „bereits 1990 unwiderruflich gebrochen“, was „von niemandem infrage gestellt“ werde. Dies sei falsch, erklärte der mitgliederstärkste SED-Opferverband am Samstag in Berlin. Zudem fehle bis heute eine Entschuldigung der Partei für ihre Verbrechen in der SED-Diktatur. Die VOS kündigte eine friedliche Protestaktion gegen die LINKE-Chefin und ihre Äußerungen an.

Dr. Frieder Weiße, Landesvorsitzender der VOS Berlin-Brandenburg, erklärt:
„Die SED-Opfer kommen in der Kommunismus-Debatte zu kurz. Sie könnten berichten was es heißt, in Folterkellern der Diktatur zu sitzen. Durch den Kommunismus wurden weltweit rund 100 Millionen Menschen ermordet. Darauf werden einige unserer Aktivisten am heutigen Samstag mit einem friedlichen Protest aufmerksam machen, denn es gibt auch Menschen, die nicht auf dem linken Auge blind sind.“

Termin: Samstag, 08. Januar 2011, 16.30 Uhr

Ort: vor der URANIA (Adresse: An der Urania 17, 10787 Berlin)

Dort will die LINKE-Chefin gemeinsam mit der früheren RAF-Terroristin Viett und der DKP-Vorsitzenden Jürgensen am Abend eine Talkshow bestreiten. Der SED-Opferverband zeigte sich bestürzt, dass die URANIA ihre Tore ausgerechnet für die Ewiggestrigen öffnet.

LINKE-Chefin Lötzsch steht seit Tagen in der Kritik, nachdem sie erklärt hatte, in Deutschland „Wege zum Kommunismus“ ausprobieren zu wollen, „ob in der Regierung oder der Opposition“.

Die VOS wurde 1950 in Berlin gegründet. Sie ist der älteste und größte Opferverband und vereint bundesweit Tausende Opfer der SED-Diktatur und deren Sympathisanten.

Quelle: Vereinigung der ehemaligen politischen Häftlinge – Opfer des Stalinismus e.V.