Seit meiner Entlassung aus der Haft vor 20 Jahren hat sich bei mir viel Material über Hoheneck angesammelt. Vor allem Artikel, die in Zeitungen und Zeitschriften erschienen, aber auch TV-Dokumentationen, Fotos usw. Besonders berührt haben mich dabei immer wieder die individuellen Schicksalsberichte der Frauen, die wie ich als politische Gefangene durch die Hölle Hoheneck gehen mussten. Einige dieser Berichte und Artikel möchte ich hier zugänglich machen. Sie sind Zeugnis dafür, dass es in der DDR auch Menschen gab, die sich der Diktatur nicht stillschweigend untergeordnet haben, sondern die durch Zivilcourage und mit viel Mut große persönliche Opfer brachten, um ein Leben in Demokratie und Freiheit leben zu können.

EDELTRAUT ECKERT
Als sie erfuhr, dass die KZ mit deutschen Gefangenen nach dem Krieg weitergeführt wurden, verteilte sie mit drei Freunden Flugblätter. Sie war 20 Jahre jung, als sie 1950 zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde und sich im Strafvollzug Waldheim wiederfand, mitten unter den Gefangenen, für die sie eben noch eingetreten war. Im März 1954 wurde sie nach Hoheneck verlegt, wo sie nach fünf Jahren schlauchender Gefangenschaft einen tödlichen Arbeitsunfall hatte. mehr
HEIDE-LORE FRITSCH
22 Monate saß Heide-Lore Fritsch in DDR-Haft, verurteilt zu drei Jahren wegen versuchter Flucht. Dann hieß es plötzlich “Sachen packen!” Die Bundesregierung hatte sie freigekauft. mehr
JUTTA GALLUS
Jutta Fleck, damals Jutta Gallus, ist in den 80er Jahren weltberühmt. Mit ihren Aktionen als “Frau vom Checkpoint Charlie” sorgt ihr Schicksal in vielen Ländern für Schlagzeilen. Sie demonstriert und hungert für die Rückgabe ihrer Kinder am Berliner Grenzübergang Checkpoint Charlie. Auf ihrem Plakat war zu lesen: “Gebt mir meine Kinder zurück!” mehr
ELISABETH GRAUL
Schon lange vor dem 17. Juni probten DDR-Bürger den Aufstand. Elisabeth Graul wurde 1951 vom Staatssicherheitsdienst verhaftet und verbrachte elf Jahre im Zuchthaus. Nun ist ihr eine Heldenrolle zugedacht, als Siegerin der Geschichte. Ist sie das wirklich? mehr
ANGELIKA KANITZ
“Können sich Opfer des DDR-Regimes aussöhnen mit Tätern? Im Frauengefängnis Hoheneck wurden politische Häftlinge schlechter behandelt als Mörderinnen. Wegen eines Flugblatts wurde Angelika Kanitz weggesperrt – bis heute fühlt sie sich in Haft.” mehr
KARIN KERSTEN
Die Geschichte der Karin Kersten, einer mutigen Ehefrau und Mutter, die in einem DDR-Gefängnis gebrochen wurde. Sie war von der Stasi verfolgt worden, weil sie für die Ausreise ihrer Familie kämpfte. mehr
ANNE KLAR
Fast 18 Monate lang hatte man Anne Klar eingesperrt, weil sie es als ihr „legitimes Recht ansah, einer Diktatur zu entfliehen“. Kaum war die Mauer gefallen, traf sie in West-Berlin ihre einstigen Peiniger: Stasi-Spitzel, Gefängnisaufseher, Parteifunktionäre. „Mir wurde schlecht, ich konnte die nicht ansehen“, erinnert sie sich. mehr
GISELA MAURITZ
1970 kam ihr Sohn Alexander zur Welt; Gisela Mauritz entschied sich, den Vater nicht zu heiraten und das Kind allein großzuziehen. Freunden aus der Greifswalder Zeit gelang 1973 mit einem Fluchthilfeunternehmen der Weg in die Bundesrepublik. mehr
EVA-MARIA NEUMANN
“Bei geschlossener Tür geht in einigen Zellen das Licht aus. Dann ist es stockdunkel, kein Lichtstrahl dringt in die Finsternis. Dunkelzellen nennt man diese Löcher, die an mittelalterliche Kerker erinnern. Die Gefangenen hier unten sind zum Teil an das Gitter ihrer Zelle gekettet.” mehr
MANUELA POLASZCZYK
“Manuela Polaszczyk hat nur ein Wort, das auf das DDR-Frauengefängnis Hoheneck passt. `Hölle. Man ist in der Hölle.` 15 Monate saß sie dort, in der 700 Jahre alten Burg im Erzgebirge, die schon vor DDR-Zeiten aufgrund ihrer katastrophalen Zustände berüchtigt war.” mehr
CARMEN ROHRBACH
Sie träumte von tropischen Fischen und Korallenriffen, Dschungeln und Steppen. Schon als Jugendliche wollte sie an Expeditionen teilnehmen, hatte eine Sehnsucht nach der Ferne. Doch Carmen Rohrbach wuchs in Bischofswerda auf. “Meine Eltern haben mich immer belächelt, wir lebten ja in der DDR”, erinnert sich Carmen Rohrbach heute. mehr
MARIA SCHICKER
Eine filmreife deutsche Karriere: Die Freiheit ihrer Gedanken wurde der DDR-Bürgerin Maria Schicker zum Verhängnis. Man sperrte sie wegen illegaler politischer Aktivität ins Stasi-Gefängnis, machte sie mundtot. Inzwischen hat die aus Thüringen stammende Frau ihren Mut zum Ausdruck wiedergefunden – als Kostümbildnerin und Malerin in Hollywood. mehr
EDDA SCHÖNHERZ
Geboren 1944 in Berlin. Sie war eine bekannte Moderatorin des DDR- Fernsehens. Ihre Meinungen standen oft im Widerspruch zu den politischen und gesellschaftlichen Auffassungen. Sie wollte ihren Beruf als Journalistin frei und unzensiert ausüben können. Sie erkundigte sich nach Ausreisemöglichkeiten aus der DDR und wurde daraufhin 1974 verhaftet. Erst zwei Jahre nach ihrer Freilassung durfte sie mit ihren zwei Kindern nach München ziehen, wo sie wieder eine Arbeit beim Fernsehen fand. mehr
TATJANA STERNEBERG
Sie wollte aus der DDR flüchten und saß dafür drei Jahre im Frauengefängnis Hoheneck. Ein normales Leben kann Tatjana Sterneberg noch heute nicht führen – zu tief sind die Narben, die die Haft hinterließ: “Ich bin nicht geheilt, ich kann nur besser damit umgehen”, sagt sie. mehr
GABRIELE STÖTZER
1976 hat Gabriele Stötzer sich bei einer Unterschriftensammlung Berliner Künstler gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns beteiligt. Weil sie als erste auf ihrer Liste unterschrieb, beschuldigte man sie unter anderem Rädelsführerin zu sein. Weil sie keine “tätige Reue” üben wollte, wird sie verhaftet. Die Anklage lautet auf “Staatsverleumdung”. Das Urteil: ein Jahr Knast ohne Bewährung. Nach fünf Monaten U-Haft wird sie für die restlichen sieben Monate ihrer Haftstrafe in das Frauengefängnis Hoheneck eingewiesen. mehr
1984 ein versuchter Fluchtversuch über die Ostsee. Misslang, wurde verhaftet, bekam §213 und §219 und wurde zu 2Jahren 4 Monaten verurteilt.
Am 11 September 1985 wurde ich freigekauft und in den Westen gebracht. Darüber habe ich ein Buch geschrieben.
“DDR Ein schwerer Weg”
hallo,
ich schreibe zurzeit meine Facharbeit über das Thema Hoheneck und suche noch weitere Informationen, insbesondere über den Gefängnisalltag usw…könnte mir jemand weiterhelfen??
Viele Frauen die in Hoheneck waren, haben Bücher über diese Zeit geschrieben. Ich habe dies ebenfalls getan. Darin ist auch der Tagesablauf festgehalten.
Bei Fragen einfach mailen.
Manuela
treffen sie sich dieses jahr mit dem bund der hohenecker frauen
Liebe Freunde, herzerfrischend zu lesen, daß nichts was diese Verbrecherbande getan hat in Vergessenheit gerät.
Vergeben und Vergessen ist nicht der richtige Umgang mit dem Erleben.
Da wir seitens des Gesetzgebers – sprich der Bundestagsabgeordneten immer noch als Bittsteller und Almosenempfänger behandelt werden, würde mich interessieren, wer von diesen schon mal einen Erfahrungsbericht zum Thema Verfolgung von 1945 bis zur Wende gelesen hat. Oder meinen sie, das seien Märchenbücher ? Bautzen und Hoheneck war schon immer ein Begriff.
Allen herzliche Grüße D.H.
Cottbus war auch ein Begriff.
Wenn man heute nach Hoheneck fährt bekommt man gleich gesagt das man die Dokomentation auf Bildern nicht wünscht.
Man möchte keine Bilder preisgeben über das Gefängnis.
Wer hat denn den Knast gekauft?
Artemis GmbH
Annaberger Straße 27 – 09111 Chemnitz
Geschäftsführer: Bernhard Freiberger
Register: AG Chemnitz, HRB 19777
Es gibt mittlerweile diverse Dokumentationen, in denen Hoheneck gezeigt wird (die Drehgenehmigung hat die Artemis GmbH zum Teil selbst erteilt, zum Teil sind die Dokus schon vor dem Verkauf an Artemis entstanden). Weshalb sollen jetzt keine Bilder mehr gemacht/veröffentlicht werden? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. wurde aufgefordert, Bilder von Webseiten etc. zu entfernen?
Ich habe nun diese Seite über Hoheneck gefunden und nun lässt sie mich nicht mehr los.Die Erinnerungen an meine haft in Hoheneck haben mich nie los gelassen.Ich wurde 1973 zu drei jahren und sechs Monaten wegen Republiksflucht verurteilt und nach meiner U-Haft bei der Stasi nach Hoheneck gebracht.Ich wurde nicht frei gekauft, sondern durch die Amnestie 74 entlassen.
Ich habe mich nie von diesen schlimmen Erfahrungen erholt.Heute bin ich krank und kann nicht mehr arbeiten.
Die Angst vor der Dunkelheit, geschlossenen Räumen und Wasser habe ich immer noch nicht überwunden.
Ich habe nur noch einen Wunsch.Bitte vergesst uns nicht und lernt aus dieser Geschichte…aus all diesen Schicksalen,denn davon gibt es sicher genug!
Auf meinenKomentar vom 20.september hat leider niemand geantwortet.Eigenlich wollte ich zu dem diesjährigen Treffen in Hoheneck dabei sein, aber leider war ich krank.Ich würde mich sehr freuen, wenn sich noch jemand,der vielleicht zur gleichen Zeit in Hoheneck war,melden würde.Leider weiß ich auch keine Namen mehr!
Es ist alles nicht so einfach zu verarbeiten…
vielen Dank!
Liebe Gisela, es tut mir leid, dass sich bisher niemand gemeldet hat, der zur gleichen Zeit in Hoheneck war wie du. Du könntest es auch mal im Gästebuch des Hohenecker Frauenkreises versuchen. Hier ist der Link: http://www.yasp.ch/runtime/guestbook.aspx?legacyusername=hoheneck
Viele Grüße & alles Gute für dich!
War in der Vollzugswäscherei von Dezember 1987 bis Dez.1989 wollte ebenfalls die ehemalige DDR verlassen,habe auch noch wegen anderen Sachen in Hoheneck gesessen,meine Erzieherin war die Oberleutnant Höhne,und in der Wäscherei war eine Frau Obermeister Georgi,vielleicht hast Du das mal gehört,auch ich bin deswegen in Psyschiatrischen behandlung,da es nach so vielen Jahren noch inne ist,und das geht nicht weg,trozdem Kopf hoch,nicht unterkriegen lassen.Mit frl.Gruß,A.Voigt
Hallo Angelika, wurdest du damals in der Reportage über Hoheneck interviewt? Dez 1989, in der Wäscherei? Ich glaube, ich kann mich an dich erinnern, zumindest vom Freihof. Denn in die Wäscherei durften wir Politischen ja nicht. Georgi & Höhne sagt mir was. Ich hatte vorrangig mit Schombach & Stahlke zu tun. Die kennst du vielleicht auch noch… Gruß, Birgit
DANKE an euch alle, die ihr den Mut und die Kraft aufbringt, dass dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte nicht vergessen wird.
Im Juli 1983 bin ich im Alter von 17 Jahren wegen versuchter Republikflucht verhaftet worden. Nach meiner Verurteilung, saß ich 4 Monate in Hoheneck und bin dann freigekauft worden. Bis heute verfolgt mich diese Zeit. Kurz nach der Wende besuchte ich Hoheneck, mit Einverständnis des damaligen Gefängnisdirektors (Hoheneck war noch mit einigen Frauen belegt). Später als Hoheneck für Besucher geöffnet hatte, war ich nochmals da. Es darf niemals vergessen werden…………..
Ich wünsche euch allen Kraft, Mut und Energie für eueren weiteren Lebenswege.
Gruß Betty
Danke für deinen Kommentar, Betty! Ich hoffe du hast die Zeit der Inhaftierung gut verarbeiten können… Alles Gute für dich! Grüsse, Birgit
Hallo Birgit,verzeih,das ich mich lang nicht meldete,da ich auch auf der suche bin,nach der genauen Adresse von der Höhne,und Georgi,sowie Wieland u.a.die sollen sehen,was Sie mit mir gemacht haben,auch,das Männliche Personal,komme im leben gut zurecht,aber darf nur zeitweise arbeiten gehen,kann man sich nicht vorstellen,aber es ist halt so,will nicht jammern,aber keiner kann es je vergessen,war im Juli in Stollberg,da ich noch erledigungen hatte,bin ich nicht mehr in der lage gewesen mit mein Auto danach zu meinen Eltern zu fahren,wahr wie gelehmt,weiß nicht an wen ich mich wenden kann,um einiges zu erfahren.Du liebe Birgit man sieht nichts an mir,aber ich bin deswegen Schwerbehindert,und ich will nur mein Recht erbringen,da ich nicht erhalten habe,und ich mich sehr freue sollten wir un baldigen kontakt kommen meine Tel,nr. 0172/6156245 tagsüber,Festn.08122/1794353 ab 19=00Uhr,vielen lieben Dank!!!Angelika
Informationen gesucht! Wer war 1968/1969 in Hoheneck und erinnert sich an Marianne LIPPMANN (geb. Süßmuth)? Geboren am 3. Okt. 1940 im Kreis Glatz (Schlesien), später wohnte sie in Oelsnitz. Sie hatte zwei kleine Jungen, die man bei ihrer Inhaftierung ins Kinderheim gesteckt hat. Marianne Lippmann war vom 27.10.1968 bis 29.9.1969 in Hoheneck inhaftiert. Wer kann sich an sie erinnern und Aussagen über die Haftzeit machen? Bitte melden Sie sich dringend bei Herrn Lippmann (Sohn), Telefon 0172 982 6088
Herzlichen Dank vorab!
Lieber Herr Lippmann,
ich (Jg. 1945) war vom Februar 1969-März 1970 in Hoheneck, müsste Ihre Mutter eigentlich kennen, kann mich aber nicht konkret erinnern.
Vielleicht haben Sie noch ergänzende Informationen?
Alles Gute!. G. Overkamp
Ich bin die Tochter von Helga Reuther (geb. 12.05.1947), die in der Zeit vom 24.2.1971 – 23.08.1972 in Hoheneck gefangen war. Meine Mutter wurde aus politischen Gründen eingesperrt.
Ich weiß nichts von meiner Mutter und habe kein Foto von ihr, weil ich während ihrer Inhaftierung im Alter von 5 Jahren zur Adoption freigegeben wurde. Leider hat sich meine Mutter nach meinen Recherchen ein Jahr vor der Wende das Leben genommen.
WER HAT SIE GEKANNT?
Liebe Beate, danke für deinen Kommentar. Ich hoffe sehr, es meldet sich jemand, der deine Mutter gekannt hat. Hast du auch schon beim Frauenkreis der Hoheneckerinnen angefragt?
Herzliche Grüße & viel Erfolg bei der Recherche,
Birgit
Liebe Beate, zur Aufklärung Eures Familienschicksals könntest Du bei der Bundesbeauftragten bzw. bei den Landesbeauftragen für die Stasi-Unterlagen einen Antrag auf Herausgabe von Unterlagen, die das MfS zu Deiner Mutter angelegt hat, beantragen. Vielleicht ist es Dir dann möglich, den Weg Deiner Mutter durch die Gefängnisse nach zu zeichnen. Auch die JVA Waldheim verfügt über Gefangenenunterlagen. Ansprechpartner ist Herr Zetsche.
Dir viel Kraft und alles Liebe
Tatjana
Liebe Frau Overkamp,
Vielen Dank, dass Sie sich bezüglich meiner Mutter mit mir in Verbindung setzen möchten.
Ich Bitte Sie, mit mir telef. Kontakt aufzunehmen oder mir Ihre Telefonnummer mitzuteilen.
Ich rufe Sie zurück. Aus persönlichen Gründen möchte ich zur Zeit keine näheren Angaben zu meiner Mutter im Internet veröffentlichen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen und alles Gute
Michael Lippmann
Einen wunderschönen guten Tag an alle hier,
weil ich am kommenden Mittwoch im Gymnasium meiner Tochter den Geschichtsunterricht als Zeitzeugin gestalten werde, bin ich in Vorbereitung dessen auf diese Seite gestoßen. Wie es mir beim Lesen der grausamen Tatsachenberichte ging, kann sich jeder vorstellen. Ich hatte das große Glück, nicht dabei erwischt worden zu sein, als ich die DDR im Mai 1989 illegal verlies.
Da ich mich aber immer mit meiner Umwelt beschäftigt habe ist es mir heute so wichtig, dass man immer wieder an diese menschenverachtende Diktatur erinnert. Gerade in Zeiten, in denen sich Die Linke versucht hoffähig zu machen und von ihrer Vergangenheit ablenken will. Ich bin gegen jeder Form der Verklärung und Beschönigung von DDR-Vergangenheit. Deshalb werde ich versuchen, auch wenn ich die grausamsten Strafen glücklicherweise nicht ertragen musste, so gut wie möglich aufzuklären und zu erinnern, welches Unrecht uns DDR-Bürgern unverschuldet widerfahren ist.
Ich würde es außerdem sehr begrüßen – für übermorgen ist das leider zu spät – wenn sich jemand aus der endlosen Reihe der am schlimmsten Betroffenen bereit erklären würde, auch mit jungen Menschen an Schulen darüber zu sprechen. So wie ich das bemerkt habe, ist das Interesse sehr groß. Ich freue mich sehr über diesbezüglich KOntaktaufnahmen.
Viele Grüße aus Stuttgart von
Claudia
Hallo Claudia,
danke für den Kommentar. Ich finde es super, dass du dich als Zeitzeugin vor Schulklassen stellst – weiter so!
Deine Motivation kann ich nur teilen. Ich selbst bin auch öfter an Schulen unterwegs, demnächst am 16.5., und lese auch aus meinem Buch vor. Die Fragerunden im Anschluss sind immer sehr interessant. Es gibt wirklich ein grosses Interesse bei jungen Menschen.
Gerne können wir uns über das Thema austauschen, wenn du magst. Email: hoheneck(at)freenet.de
Bis bald & viele Grüße, Birgit
Hallo Claudia, hallo an alle,
sorry das ich jetzt erst zu den Thema schreibe, habe längere Zeit nicht reingesehen, da ich einen Trauerfall im engsten Kreis verkraften muss.
Der Beitrag von Claudia hat mich angesprochen und ich möchte dazu mitteilen, dass ich von Kindern aus meinen Freundenskreis angesprochen wurde, ob ich mich für den Geschichtsunterricht, als Zeitzeugin über meine Erlebnisse in der DDR und in Hoheneck zur Verfügung stellen würde. Dies hab ich gern getan und bei den Schülern großes Erstaunen und Interesse geweckt. Damit kann ich einen kleinen Beitrag leisten, dass die Handlungsweisen des DDR-Regimes nicht in Vergessenheit geraten.
Liebe Grüße aus Hannover
Betty
Hallo Betty,
ich finde dein Engagement als Zeitzeugin super. Weiter so!
Viele Grüße,
Birgit
Ich war zusammen mit Gisela Mauritz waehrend ihrer zweiten Haftzeit in Planet 1 oder in Esda 1. Ich war in beiden Kommandos und auch in Planet 3 und erinnere mich gut an sie und die Verzweiflung in ihren Augen. Wie mag es ihr heute gehen? Erinnerungen kommen seit mir mein ehemaliger Mann diesen Link geschickt hat. Ich bin dankbar, dass ich die drei Jahre ueberlebt habe, wenn auch nicht ohne Narben und dafuer, dass ich so starke und wundervolle Frauen getroffen habe. danke fuer die Website. regina
Liebe Regina, danke für den Kommentar. Ich mache diese Webseite gern für andere – zur Information und auch zur Aufklärung für diejenigen, die so gar keine Vorstellung davon haben, was Diktatur bedeutet. Viele jungen Menschen, die nach dem Mauerfall geboren wurden, wissen fast nichts über die DDR. Wir müssen informieren, mit ihnen reden, ihre Fragen beantworten…!
Gisela Mauritz kenne ich leider nicht persönlich, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie beim Frauenkreis der Hoheneckerinnen bekannt ist. Einfach mal den Vorstand kontaktieren, die Frauen dort helfen sicher gern weiter. Liebe Grüße und alles Gute, Birgit
ich verneige mich vor den menschen, die derartige orte wie hoheneck etc. überstanden haben.
ist es daher nicht mehr als gerecht, solchen menschen die derartige willkür gegenüber anderen praktiziert und zugelassen haben, zur rechenschaft zu ziehen – frage ich mich?
doch die tatsache das es zu wenige oder fast keinen mehr interesiert, macht mich schon betroffen, vor allem weil das recht, welches ja angeblich in der ddr gefehlt hat, heute eher denen zur seite steht, die gepeinigt haben und daher genau so wenig von bedeutung und wert ist. das war doch aber die freiheit, die sie sich erwünscht haben mit ihrem tun.
was ich mich aber frage, ohne die ertragene pein gering zu schätzen, sind sie heute zufriedener und glücklicher mit dem geleisteten preis, als damals in der ddr vor dem gefängnis? die beweggründe sind mannigfaltig gewesen die ddr zu verlassen, mir will doch niemand sagen, sie haben wirklich nicht gewusst, was passiert wenn es schiefgeht? und deshalb ist auch das interesse an den schicksalen so wie es ist.
ich bin nun auch in einem alter, wo mich der drang beschleicht, an orte meiner kindheit zurück zu kehren und die war auch nicht immer einfach. ich war auch, in der ddr 6 jahre, in mehreren diversen kinderheimen und werkhöfen, aber ich wusste bereits mit 8 jahren warum ich da bin – wegen eigenem tun und dabei war ich auch kein krimmineller. sicher sind die konzequenzen nicht vergleichbar mit den weiter oben beschrieben, doch man muss halt leben mit den geister die man ruft.
es tut mir leid, doch ich hoffe trotzdem dass sie alle einen punkt finden der sie in zufriedenheit währen lässt.
frank
Lese heute in TV Movie einen Beitrag über das Schloss des Grauens…..interessant…….auf zu Google…….und stosse auf diese Seite …SCHOCK aber nicht wegen der sehr interessanten Page…sondern wegen das was hier geschehen ist.Unglaublich!!!!
Werde am 9.11.11 den Film ansehen,da mich die DDR mit all ihren
Facetten sehr interessiert.Da waren Urnen von Frauen auf dem Boden die sich das Leben nahmen……die DDR in ihren unmenschlichsten Zügen!
Fragen????
Was wurde in einer Wasserzelle gemacht…..Folter in welcher Form?
Spielt Wasser eine Rolle?
Sorry für die blöden Fragen aber kann mir darunter nichts vorstellen!!!
Gruss Mario
hallo,
ich bin eine der vielen frauen die in hoheneck eingesessen haben. ich schaue gerade auf ard den film “es ist nicht vorbei” und als ich die szenen im gefängnis sah, besonders die meiner arrestzelle Nummer 13 kamen mir die tränen. ich glaubte immer, mein erlebtes verarbeitet zu haben, aber das war wohl ein trugschluss.
ich habe damals eine ballade von einer unbekannten frau, die glaube ich in den 70-gern auf hoheneck sass, aus dem gefängnis geschmuggelt. diese ballade würde ich, wenn interesse besteht, hier gern veröffentlichen.
Liebe Sylvia,
du kannst diese Ballade gern hier veröffentlichen, wenn du willst. Oder du kannst sie auch gern an mich schicken und ich platziere sie auf der Webseite, an sichtbarer Stelle. Wie du magst.
Herzliche Grüße,
Birgit
Hallo,
ich muss feststellen, dass ich vieles verdrängt habe und ich nicht einmal mehr weiss auf welcher Etage ich lag. Ich weiss nur das ich, wenn ich mal Lust hatte ein wenig Bettwäsche nähte und unser Komando von einer Oberleutnant ” Leonhard” oder so geleitet wurde, die mich alle 14 Tage in den Bunker steckte.Sie sorgte auch da für das mir kein Geld ausgezahlt wurde. Aber sie hatte mit der Hilfsbereitschaft der Frauen untereinander nicht gerechnet. Im Juni 1984 bin ich dann als eine der ” Alten” auf Transport gegangen. Man kannte mich unter den Namen ” Sally”. Ist vielleicht jemand da draussen der sich an mich erinnern kann und vielleicht mehr in Erinnerung behalten hat als ich?
Ich würd mich freuen.
Hallo, Regina Romeick,
habe heute diesen Link entdeckt. Konnte mir die Sendungen auf dem 1. Programm NICHT ansehen. Zu viel ist damals und in der Vergangenheit passiert.
Mir kamen die Tränen, als ich deinen Namen gelesen habe.
Ich war mit dir 1978/Jan.1979 in Hoheneck in einer Zelle, kannte Gisela Mauritz, Mebel (Karin Voigt), Sabine Schlie, Martina Prell. Habe in Planet die verdammte Bettwäsche nähen und wie Viele die Schikanen von Oberstleutnant Georgi und allen anderen “Erzieherinnen” ertragen müssen. Obwohl diese Zeit ein Teil meines Lebens ist, habe ich sie psychisch noch zu bewältigen. Weißt du noch, Sabine hatte mir die Karten gelegt, an meinem Ankunftstag in der “Zelle”; ALLES ist eingetroffen!!!
Grüße aus Wolfsburg
Karin
Liebes Hoheneck-Team!
Habe mir gestern Abend den Film mit Anja Kling angesehen.Es ist noch nicht vorbei…..der Titel alleine ist schon sehr zutreffend,jedenfalls für die Frauen, die in Hoheneck waren.Danke, das es Menschen gibt, die sich für uns Opfer einsetzen und der Öffentlichkeit zeigt, was da so alles passiert ist…und ich weiß, wovon ich rede.Ich bin schon seit Jahren in Therapeutischer Behandlung und werde jetzt wieder eine Stationäre Behandlung machen.Ich dachte immer, irgendwann werde ich das vergessen können, aber so einfach ist das nicht.Viele familiäre Schicksale und jetzt auch noch der Tod meiner Mutter haben mich wieder aus der Bahn geworfen,deshalb werde ich auch die fachliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Im nächsten Jahr werde ich mal nach Hoheneck fahren…vielleicht kann ich dann endlich alles abschließen.
der Film war auf jeden Fall ein Anstoss und eine hervorragende leistung…Danke !
Gisela Constantin
Liebe Gisela,
danke für deinen Kommentar! Ich wünsche dir alles Gute, Gottes Segen und eine erfolgreiche Therapie.
Herzliche Grüsse,
Birgit
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
Ich bin die Tochter einer ehemaligen Hoheneckerin. Meine Mutter Angelika Hofmann (früher Schnabel) wurde als Staatsfeind der DDR im Jahr 1969 verurteilt. Sie war damals 20Jahre alt. Sie hatte eine lange Strafe erhalten. Sie saß bis 1977- sie kam vorzeitig frei, da ihr Vater Selbstmord beging.
Es hat meine Familie zerstört. Meine Mutter erkrankte an paranoider Schizophrenie. Mein Vater konnte damit nicht umgehen und trennte sich 1988 von ihr. Bis 2005 konnte ich kein normales Leben führen, da ich mich um sie kümmern musste.
Auch ich habe den Film “Es ist noch nicht vorbei” und die Reportage gesehen. Es hat mich sehr aufgewühlt.
Niemand darf vergessen werden.
Susan
Hallo Susan, war Deine Mutter die Ärztin, die in der Duko von Spiegel tv zur Wasserzelle in Hoheneck berichtete?
Tatjana
Hallo,
auch ich habe den Film “Es ist nicht vorbei” gesehen und ich bin noch immer sehr gerührt und nachdenklich.
Nur leider wurde dieses Thema,in dieser so bunten Republik,nicht
ausreichend aufgearbeitet.
Die DDR wird noch immer,von nicht Betroffenen,viel zu harmlos dargestellt.
Vergessen kann man das alles niemals.
Mary
Sehr geehrte Damen und Herren
Bin heute auf ihre Seite über die Vollzugsanstalt Hoheneck gestossen Nach der Untersuchungshaft in Hohenschönhausen wurden meine Mutter und meine Oma nach einem für mich nicht nachvollziehbarem Urteil in den 50 ger Jahren für 11/2 bzw. 3 Jahre auch nach Hoheneck verlegt. Ich war zu dem zeitpunkt 10 Jahre alt.und mein Bruder 21/2. Mein Vater saß 8 Jahre in Waldheim im damaligen Zuchthaus.
Ich weiß aus Erzählungen das sie mit Zeugen Jehovas und Prinzessinnen von ….. zusammen in einer kleinen Zelle zu 40 Frauen zusammen gefercht waren. Sie mußten beide im Akkord Kittelschürzen nähen mußten. Meiner Mutter wurde immer wieder gesagt, wenn sie den Plan nicht schaffe würde sie uns KInder nicht mehr wiedersehen. Ich kann mich noch erinnern, das aus Berlin eine Frau auch dort war die einen kleinen Lebensmittelladen hatte und eine Tochter die immer Krampfanfälle bekam.Leider weiß ich ihren Namen nicht mehr.Jedenfalls muß es dort sehr schlimm gewesen sein ,da meine Mutter und auch meine Oma fast daran seelisch zerbrochen sind.Meine mutter war auch jahrelang in psychologischer Behandung nach einem Nervenzusammenbruch. Ich bin inzwische 64 jahre alt , aber die Zeit von damals begleitet mich durch mein ganzes Leben.
Ich hoffe das alle zur Rechenschaft gezogen werden, die dafür verantwortlich waren.
Cjristine
Sehr geehrte Damen und Herren,
1981 (mit 21 Jahren) war ich wegen eines gescheiterten Fluchtversuches in Hoheneck inhaftiert. Die Zeit heilt nicht alle Wunden. Mit professioneller Hilfe ist mir die Verarbeitung dieser schlimmen Zeit sicher ganz gut gelungen, vergessen wird man das aber nie. Beim Anschauen dieser Seite rollen dann doch wieder die Tränen.
Mit sehr gemischten Gefühlen beobachte ich das Aufstreben der Linken in der Politik, die Verharmlosung der Zustände in der ehemaligen DDR, diesen “Ostalgie-Kult” mit den schönen Erinnerungen an die gute alte Zeit. Es ist kaum zu glauben, dass die Verbrechen dieses Regimes zum großen Teil totgeschwiegen wurden und noch immer werden.
Da ich es unendlich wichtig finde, gerade junge Menschen darüber aufzuklären, möchte ich als Zeitzeugin in den Geschichtsunterricht gehen. So bin ich auf diesen Link gestoßen.
Bis jetzt konnte ich den Mut nicht aufbringen, Hoheneck zu besichtigen. Im Sommer letzten Jahres habe ich es mit Unterstützung meiner Kinder zumindest bis vor das große blaue Tor geschafft.
Ich möchte den Schülern gern ein paar Fotos über Hoheneck zeigen und wäre sehr dankbar, wenn mir diese zur Verfügung gestellt und eventuell per e-Mail geschickt werden könnten. In zwei Wochen habe ich den Termin am Gymnasium.
Es tut sehr gut zu wissen, dass die Frauen von Hoheneck nicht ganz vergessen wurden. Herzlichen Dank!
Viele Grüße
Gabi
Noch nie ging es SED und Stasi so gut wie heute.
Fette Posten, Bonzen-Renten und Volkseigentum gab es für die roten Blutsbrüder.
Für die Opfer reicht seit 20 Jahren der feuchte Händedruck.
Danke Dr. Kohl oder richtiger gesagt Dr. Rot-Kohl.
Hallo Birgit; Hallo Angelika!
Auch ich war zu Eurer zeit da, von Anfang 85-22.12.89. Ich war eine der letzten.
All die Jahre bisher hab ich es geschafft, alles zu verdrängen und irgendwie klar zu kommen. Aber irgendwie geht das nicht mehr, seit voriges Jahr sind alle Bilder wieder da; dann der Film! Ich hatte mich dagegen gewehrt, ihn zu sehen, aber vor einiger Zeit zeigte ein sehr guter Freund mir das nachträglich. Ich war von jetzt auf gleich in der damaligen Zeit! Ich weiß, er hatte es gut gemeint, denn wenn ich es schaffen könnte darüber zu reden, würde es vielleicht erträglicher machen. ich weiss es selber garnicht!
Die Angst, das alles nochmal gedanklich durchleben zu müssen, ist mittlerweile fast unerträglich.
Durch den Frauenkreis habe ich ja bereits einen winzigen Kontakt, aber ich frage mich; warum habe ich Angst, diesen Kontakt zu erwidern?
Meine Familie droht daran zu zerbrechen, weil es wohl schwer ist, dies alles zu verstehen, wenn man nicht reden kann!
Aber die Erinnerungen begleiten mich jeden Tag und ich weiß, daß ich was unternehmen muß. Aber wie?
Ramona
Hallo Ramona, warst du auf Planet II? Melde dich einfach, wenn du reden willst… Es hilft alles rauszulassen!
Viele Grüße, Birgit
Hallo Birgit, ich war bei der Rösch und ich mußte bettwäsche nähen.
Bis vor einigen Tagen, dachte ich auch, daß es helfen würde, mich dem zu stellen, aber das geht nicht. ich bekomm das nicht hin. Ich lebe an einem Tag in zwei Welten bzw Zeiten. einmal bin ich im Damals und kenn fast niemanden und möchte nur noch weit weg und allein sein; dann plötzlich wieder im Jetzt!
Meine Familie und Freunde wollen mir helfen, aber irgendwie weigert sich etwas in mir, dies zu zu lassen. Vielleicht bin ich zu mißtrauisch, was noch stärker wird, um so mehr oder öfter ich mich in der damaligen Zeit befinde.
Langsam glaub ich nicht mehr daran, daß ich das Alles irgendwann mal verarbeiten und beenden kann!
LG Ramona
Rösch? Also Planet III. Du kennst dann sicher “Gamasche” und “Poldi”…?
Ramona, ich bin keine Psychologin, aber ich denke du solltest trotzdem versuchen, das Ganze aufzuarbeiten. Es wird dir sonst keine Ruhe lassen. Such dir doch einen Profi, jemandem mit dem du sprechen kannst und dem du vertraust. Lass es raus oder schreibe alles auf. Das hat mir geholfen. Oder sollen wir mal telefonieren? Dann schicke mir doch deine Nummer per email an hoheneck@freenet.de
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und viel Kraft! LG, Birgit
Ramona D.?
Melde Dich Mal, wenn Du es bist ! angelikakanitz@yahoo.de
Nee, kann nicht sein, Gela. Ramona D. kam zusammen mit mir nach Hoheneck, im August 1988. LG, B
Eine angemessene Ehrenpension von 1.500 Euro pro Monat würde vielen Opfer nicht nur finanziell sondern auch psychologisch helfen.
Dies wäre eine handfeste Anerkennung der Leiden.
Stattdessen wird ein Gauck, ein Bürgerrechtler der allerletzten Stunde, ein von der Stasi mit Privilegien Begünstigter, einer mit dem Decknamen “IM Larve”, so einer wird Bundespräsident.
Ich kann Ihrer Forderung nach einer angemessenen Ehrenpension nur zustimmen! Leider kann man den leeren Versprechen der Politiker – gleich welcher Partei! – sich für die Opfer der DDR-Diktatur einzusetzen, keinen Glauben (mehr) schenken. Wenn es drauf ankommt, ist plötzlich kein Geld da…
Zu “IM Larve” kann ich nichts sagen. Haben Sie nähere Informationen?
Meine Infos über “IM Larve” beziehe ich auch nur aus dem Internet.
Ich halte die Schilderungen für sehr glaubwürdig.
Schauen wir uns mal die BStU, also die Gauck-Behörde an.
Dort verwalten die EX-SED-Parteigenossen, unser aller Stasi-Akten.
Gauck hat damit den Bock zum Gärtner gemacht.
Ich musste die traurige Erfahrung machen, dass auch die restliche Aufarbeitungs-Industrie nach dem gleichen Strickmuster arbeitet.
Wer keine Lust auf einen Stasi-Begünstigen Präsidenten Joachim Gauck hat, kann hier unterschreiben.
http://openpetition.de/petition/online/nein-zu-joachim-gauck
Dort gibt es auch nähere Infos zu IM Larve.
Danke Dirk, das werde ich lesen (und die anderen Wiki Leaks Infos). Dass in der BStU Ex-Stasi-MA gearbeitet haben ist ja bekannt und war z.T. erwünscht, weil man ihre Mithilfe zum Dechiffrieren brauchte. Diese Leute hat doch aber Gauck nicht eingestellt, oder irre ich mich? Könnte es nicht sein, dass bestimmte linke Kreise zzt. eine gezielte Verunglimpfung von Gauck forcieren…? Naja, um hier mitreden zu können habe ich noch nicht genug recherchiert. Wir können das Thema ja am Donnerstag vertiefen. Viele Grüße einstweilen, B
Grüß Euch die Hoheneck entkommen sind.Ich habe erst gestern diese Möglichkeit gefunden mehr über Hoheneck und dem Frauenkreis zu erfahren.Liebe Birgit wenn Du es wirklich bist,warst Du mit mir in Planet II wenn ich mich recht erinnere bist Du mit
Irmgard M.nach Hoheneck gekommen.Ich habe noch nicht lange
meine Anerkennung die Verdrängung klappte ganz gut aber seit dem ist nichts mehr wie es war.Habe ich früher meinen Alltag gut
bewältigt ist es für mich jetzt ein Kraftakt.Ich bin im Saarland also
ganz weit weg.Ich habe an Inge geschrieben und um Aufnahme
gebeten.Versuche Dich über freenet zu bekommen habe nur nicht immer die Möglichkeit ins Netz zu gehen,bis bald LG Elke
Hallo Elke, schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Ja, ich war auf Planet II. In welcher Zelle warst du? Die Erinnerungen verblassen so langsam… Ich kann mich aber noch an 2 Elkes erinnern. Nach Hoheneck kam ich mit Ramona D. (Politische) und einer Marion aus DD (keine Politische), August 1988. Irmgard sagt mir jetzt gar nichts im Moment. Würde mich freuen, mehr von dir zu hören. Schreib doch mal eine Mail wenn du Zeit hast. Viele Grüße, Birgit
Noch kurz zu Dirk,
schnell ist der Ruf ruiniert,ich selbst bin zerfressen von Hass und ich bin weit weggezogen um keinen meiner Peiniger zu begegnen
weil es sein könnte das ich ausflippe wenn Du tatsächlich für Deine
Behauptung Beweise hast,dann sage es laut und offen die Zeit
der Duckmäüserei muß vorbei sein.
LG Elke
Hallo,
mein Name ist Birgit Zobel
und ich hatte gleich 2 mal das vergnügen mit “Gamasche” und vielen anderen Mörderinein meine Haftzeit zu verbringen.Ich bin am 18.10.1988 freigekauft worden. Ich habe heute meine Akte aus dem Bundesarchiv bekommen und bin sehr wütend über die Einzelheiten die dort akriebisch aufgeführt wurden. Ich war auch im Planet III und meine Erzieherin war Leutnant Rösch.Ich hatte aber auch tolle Frauen kennen gelernt wie zB.Marita Moritz mit der ich heute nich Kontakt habe.Sicher war alles unerträglich und Menschenunwürdig, doch finde ich ,dass wir heute viel mehr Leiden um die Vergangenheit vergessen zu können. Das gelingt leider nicht und es gibt auch keine Psychologen die uns helfen könnten. Ich habe einfach versucht auch die positiven Aspekte zu sehen. Denn wir haben nicht nur geweint sondern auch gelacht und Spass gehabt . Das solltet Ihr nicht vergessen, auch wenn es wie gesagt sehr schwer fällt.
Wer mich kontaktieren möchte:birgit-zobel@web.de
Danke das es euch gibt
Hallo Birgit,
schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Wir waren zur gleichen Zeit in Hoheneck, nur war ich auf Planet II! Mehr per email – ich habe dir eben eine längere Mail geschrieben!
Viele Grüße,
Birgit
Hallo Birgit, danke für deine schnelle Reaktion. Ich habe soooooooooooooooo viele Fragen, denn ich habe schon vieles vergessen.Ich habe zwar meine Hoheneckakte bekommen und weiss daher , dass ich auf Planet war mit Gam.+Poldi in einer Schicht und ich war zu letzt auf Zelle 59 , das war eine 3 Mannzelle.
Ich kann mich noch an Ines Völker erinnern und das ich ein Funktion als Kulturminister inne hatte ,ich durfte die Wandzeitung gestallten und habe die Litvasseule dort eingeführt.Also ich habe nicht nur schlechte Erinnerungen. zB. hatte Moritz mich immer beschützt (vor Gamasche und Konsorten) ich hatte auch nie Besuch war 2x im Arrest im Keller und hatte immer genug Geld erarbeitet für Zigaretten und Kaffe.
Ich melde mich bei dir. Ganz liebe Grüße BIRGIT
Hallo,
mein Name ist Marion war von Nov.83-Aug.84 bei Esda 3.Würde mich freuen,wenn sich jemand aus dieser Zeit melden würde.
Bin heute auf diese Seite gestoßen und die Zeit sollte nie vergessen werden.Es gibt ja so viele Leute, die den Osten wieder wollen.
Viele Grüße
Marion
Hallo Marion,
ich hoffe, es melden sich Frauen bei dir, die 1983/84 in Hoheneck waren. Ansonsten kannst du auch mal beim ‘Frauenkreis der Hoheneckerinnen’ nachfragen oder bei Facebook posten.
Alles Gute für dich,
Birgit
Gamasche ist nun schon lange tot. Und es gab bestimmt viel schrecklichere Frauen auf “Hoheneck”. Die Schlimmsten waren die braven Häftlinge und Spitzel. Du hast bestimmt nicht Birgits Buch gelesen, sonst wüßtest Du, das sie nichts gegen Gamasche hatte.
Du hast völlig recht, Gela. Mit Gamasche hatte ich kein Problem, aber mit Rocky und Konsorten.
Liebe Grüße an Alle die Hoheneck überstanden haben und an Jene die uns nicht vergessen, liebe Birgit,
danke für die Antwort leider sind durch die Verdrängung viele Kleinigkeiten verschwunden möglich das sich das ändert.Mir ist der
Name wieder eingefallen es war Magrit aus Dresden und hat am
Weißen Hirsch gelebt mit Mann und Sohn ich glaube M.wurde noch
freigekauft wir sind ja dann leider durch Amnestie für Politische in die DDR entlassen worden.Ich würde mich gern mit Dir in Verbindung setzen.da ich nicht immer die Möglichkeit habe ins Netz
zu gehen sage mir bitte wie ich Dich finden kann.Seit diesem Monat bin ich im Verein und hoffe im Mai
an dem Treffen in Hoheneck teil zu nehemen ich weis ja nicht ob
Du dabei bist,würde mich aber über ein Wiedersehen freuen!
Manchmal denke ich das die Vergangenheit nicht mehr erwünscht
ist, so viel Ignoranz begegne ich,sicher ist das eine Frage der Zeit
aber nicht unserer Ehre die Vogel Strauß-Politik funktioniert prächtig
die Renten unserer Peiniger sind ja hoch genug um in “Frieden”
leben zu können—–warum werden kaum welche zur Verantwortung gezogen?und wir müssen mit dem Trauma weiterleben.Ich bin nur noch einmal in der DDR gewesen-als meine Mutter starb-und glaubt mir,wenn ich in dieser Zeit einem Peiniger begegnet wäre ich hätte
all mein Zorn,den ich auch jetzt noch empfinde (dafür hat keiner
Verständnis mehr,denn es ist ja sooo lang her) all die Verachtung
und meine Wut entgegenschleudern,aber was soll”s die haben eh
ein dickes Fell und genießen ihre Pansionen die sie auf unsere Knochen “erarbeitet haben” tschuldigung das wird heut nichts mehr,aber es tat gutr sich Luft zu verschaffen.
Liebe Grüße und Gesundheit
Elke
Hallo Elke, am besten erreichst du mich über email. Schreib doch mal an hoheneck [at] freenet.de
Alles Gute für dich,
Birgit
Grüße an Alle ehm.Hoheneckerinnen,liebe Birgit
jetzt ist wieder die Zeit in der Herzschmerzen angesagt sind,wie
haben wir uns gewünscht wenigstens an den kommenden
Feiertagen ein normales auf den Tisch zu kriegen,keine stinkenden
Kartoffeln oder Kohl wie haben wir uns nach einem Stück Obst
oder grünen Salat gesehnt-das ist alles kein Thema mehr trotzdem
ist das alles systematisch vor den Feiertagen wieder da und ich
frage mich können wir das jemals vergessen?aber ich kanns noch
nicht einmal jetzt verzeihen und immer wieder die Frage warum
war alles umsonst?Ich habe schon oft erlebt wenn ich Freunden
erzählt habe ich war in der DDR im Knast hat man ganz schnell
die keine Freunde mehr-verdammt wann hört das denn mal auf?
Ich kann mich im Moment noch nicht mal über den Frühling das
neue Leben freuen-dieser verdammte Knast-
Trotzdem möchte ich Allen die das auch erlebt habe ein frohes
gesegnetes Osterfest wünschen
LG Elke
Zuerst ein großer Dank an die Jenigen, die es ermöglichen, dass eine dunkle Zeit der Geschichte ans Licht geholt wird.
Seit einiger Zeit lese ich immer wieder die Einträge die hier gemacht werden.
Meine Großmutter war von 1958 bis 1960 in Hoheneck, leider kann sie von dieser Zeit nichts mehr berichten, denn sie ist daran innerlich zerbrochen. Zurückgelassen hat sie bei ihren Kindern und Enkeln viele Fragen. Inzwischen habe ich in der JVA Waldheim, wo viele Haftunterlagen archiviert sind, die Haftakte lesen können. Das Urteil und auch das Strafmaß sind für mich nicht nachvollziehbar und werfen noch mehr Fragen auf. Ihre 7 Kinder wurden damals alle in Kinderheime untergebracht und haben sich unter großem Aufwand alle wiedergefunden.
Ich bin auf der Suche nach Frauen die zur selben Zeit in Hoheneck inhaftiert waren, in der Hoffnung dass sie aus dieser Zeit etwas erzählen können oder vielleicht meine Großmutter gekannt haben, ihr Name war Ingeborg (Inge) Lindner (geb.1924)
Danke und viel Kraft und Mut weiter Licht ins Dunkel zu bringen.
Ellen
Hallo Ellen, danke für den Kommentar und das Lob. Versuche es doch einmal direkt beim Frauenkreis der Hoheneckerinnen, dort dürfte es Frauen geben, die deine Grossmutter vermutlich gekannt haben: http://www.frauenkreis-hoheneckerinnen.de
Viel Erfolg bei der der Suche nach Zeitzeugen und alles Gute, Birgit